Willkommen auf meiner Homepage: Ich berichte euch hier fortlaufend über mein Laufgeschehen & meine gluten-, zucker- und laktosefreien Rezepte!




Mit Sportscheck als Stadtmeister nach Riva del Garda...

Ich hatte mich sehr auf diese Reise gefreut, die man als Stadtmeister bei jedem Sportschecklauf gewinnen konnte. Dafür bin ich extra im Mai nach Bremen gefahren um mir dort als einer der Ersten das Ticket nach Trentino zu sichern. 

 

In der vorletzten Woche hatte ich mir aufgrund meines Laufs in Ascheffel wohl einen Muskelfaserriss in der rechten Wade zugezogen. Ich war jedoch mehr als froh, dass ich nach 4 Tagen (2 Tage mit Quarkwickel) wieder normal trainieren konnte.

Ich hatte Natalie zu dem Zeitpunkt angeboten für Sie als Tempomacher zu laufen, worüber sie sich natürlich sehr gefreut hatte. Als es mir wieder besser ging, kam ich aus der Nummer natürlich nicht mehr heraus. Dieses war aber auch nicht wirklich schlimm für mich. Ganz im Gegenteil, hat mir sogar sehr viel Spaß gemacht und erfolgreich war es ganz nebenbei auch noch...

 

Da das Wochenende aus meiner Sicht vielleicht ein wenig langweilig (war als eine Art Urlaub aber ganz nett) erscheinen mag, habe ich euch hier den Artikel zu unserem Wochenende von Natalie verlinkt:

 

Hier geht zum Artikel von Natalie auf ihrer Homepage:  www.nataliejachmann.de

Viel Spaß beim Lesen und beim Stöbern auf ihrer Homepage!

 

Danke an Peter Detlefsen für das Foto!

 

 

  

Euer Pascal

 

P.s. Ich fand es dort so schön, dass ich versuche in 2017 wieder als Stadtmeister nach Riva del Garda zu fahren. Dann werde ich wieder einen einigen Bericht schreiben.

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Unser neuer "wellnussiger" Sponsor

 

 

Achim von wellnuss -Premium Snacks- haben wir vor einigen Wochen auf dem Food Market "besonderslecker“ kennen gelernt. Die Snacks kannte ich allerdings schon vorher.

Vor etwas mehr als zwei Jahren hatte ich mal eine Aktion bei Alsterrunning.de gewonnen und als Preis gab es eine schöne Holzkiste voller leckerer Nussvariationen von wellnuss.de. Darum bin ich auf dem Food Market auch am Stand stehen geblieben.

Im Gespräch ging es natürlich auch ums Laufen und es stellte sich heraus, dass Achim selbst Marathon läuft und seine Freundin sogar an Triathlons teilnimmt.

Wir teilten also zwei Leidenschaften: Die Begeisterung fürs Laufen und die für Nussspezialitäten.

Da lag ein Sponsoring doch nahe! Zumal Achim auch noch ein Sportteam hat, in dem größtenteils begeisterte „Spaßläufer“ mitmachen, aber auch Radfahrer, Triathleten, Kitesurfer oder Bergsteiger. Jeder ist in diesem Team willkommen, kostenfrei. Wer Lust hat, kann sich auf der seiner Webseite www.wellnuss.de einen ersten Eindruck verschaffen und dann einfach Achim kontaktieren. Ihr seht, seine gesunde Einstellung hört bei den Snacks nicht auf, sondern umfasst seinen gesamten Lebensstil inklusive sportlicher Aktivitäten. 

 

Da er selbst Marathonläufer ist, kennt er die Szene und kann schnelle Zeiten über 10 und 21 Kilometer natürlich einschätzen. Was mir als Argument für ein Sponsoring natürlich gelegen kam. 

 

Achim hat wellnuss Premium Snacks übrigens im Jahr 2011 gegründet um eine gesündere – und sehr leckere – Alternative für typische „Meetingsnacks“ wie Kekse, Schokoriegel usw. anzubieten.

Seiner Freundin lag er damals mit dieser Idee so lange in den Ohren, bis diese eines Tages sagte: „Dann mach es doch einfach!“

 

Achim versorgt Natalie und mich in Zukunft mit seinen gesunden Knabbersnacks, die wir zwischendurch, im Studium und auf der Arbeit genießen. Denn Nüsse enthalten viele gesunde Fette, Mineralien und machen natürlich nicht dick. Oder habt ihr schon mal ein dickes Eichhörnchen gesehen? Na also!

 

Schaut doch einfach mal auf www.wellnuss.de vorbei und staunt, was es für tolle Nusskompositionen und Knabbereien von exotisch über schokoladig bis würzig zu entdecken gibt.

Auch für Firmenkunden lohnt sich ein Besuch, denn für diese gib es hier viele individualisierbare Snacks für Meetings. Logischerweise, denn dafür wurde www.wellnuss.de ursprünglich ja gegründet.

 

Euer

 

Pascal

 

p.s. Mein persönlicher Favorit sind die Ofengerösteten Mandeln mit Rauchsalz. Denn Salz nehmen Ausdauerläufer  öfter mal zu wenig auf. Vor allen dann, wenn man sich viele Gerichte selber zubereitetet und keine Fertiggerichte ißt.

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Kein 13. Sieg in Folge, dafür Motivation für 2017...

Beim 27. Büdelsdorfer Eiderlauf hätte es mein 13. Sieg in Folge werden können.

 

Als ich jedoch am Freitag davon erfahren hatte, dass Steffen beabsichtigt beim Eiderlauf zu starten, wusste ich, dass es das mit dem 13. Sieg in Serie gewesen ist.

Ich war im ersten Moment schon ein wenig traurig, aber kurze Zeit später auch irgendwie erleichtert, da es doch ein gewisser Druck und eine Verpflichtung war, jedes Jahr in Büdelsdorf an den Start zu gehen. Außerdem ist es, gegen Steffen zu verlieren, keine Schande.

Ich hatte meine Trainingspause schon sehr lange hinausgezögert und noch weiter trainieren hätte ich nicht vertragen, auch wenn ich das mit Steffens Start vorher gewusst hätte. Ich brauchte die Pause und so stand ich dann nach einer Woche gar nicht Laufen und 3 Lauftage mit 25 km am Sonntag an der Startlinie vom Eiderlauf und 11,1 km vor mir.

 

Der Lauf:

 

Die ersten Kilometer waren gefühlt sogar ganz ok (3.13 und 3:10). Die Kilometer 3-6 lief ich mit Steffen gemeinsam nebeneinander und es fiel sogar der eine oder andere Satz über Berlin und seine Planung dieses Jahr noch. Als es wieder zurück ging, wo meist noch einige Läufer uns entgegenkamen, lief ich direkt hinter Steffen. Hier bemerkte ich, dass es das erste Mal nach 12 Jahren war, das ich so lange (nämlich bis kurz hinter dem 8 km) gemeinsam mit jemanden gelaufen bin. Es war echt mal schön nicht immer alleine hier zu laufen. Ab dem 8 Kilometer holte er dann stetig immer einige Meter auf. Da zeigt sich doch das wir es hier mit einem Halbprofi zu tun haben, der zwar gerade einen Marathon in 2:15 gelaufen ist, aber wöchentlich fast 3 mal so viele Kilometer läuft wie ich. Von daher bin ich mit dem 20 Sekunden Abstand im Ziel sehr zufrieden gewesen. Natürlich hat Steffen nicht alles gegeben, das war schon klar... Als erste Frau kam Maya Rehberg in Ziel. Natalie hatte es mit der Trainingspause ernst genommen und hatte auf einen Start verzichtet.

 

Mit der Zeit von 36:14 bin ich nur 19 Sekunden schlechter gelaufen, als letztes Jahr, wo ich meine schnellste Zeit der letzten 12 Jahre aufgestellt habe. Danach hatte ich mich dann in eine kurze Pause verabschiedet. Jetzt kam ich gerade aus meiner Pause. Somit bin ich mit der Zeit sehr zufrieden.

 

Erinnerungen:

 

Auch bin ich sehr stolz darüber diesen Lauf 12 mal hintereinander gewonnen zu haben. Es zeigt doch, dass ich mit meinem Körper haushalte, diesen nicht überfordere und das gewisse Glück an meiner Seite war. Büdelsdorf war für mich ein sehr schönes Pflaster und die 12 mal bleiben mir in guter Erinnerung. Auch haben mir hier meine Eltern (und dieses mal sogar Natalie) immer bei meinem Einlauf zugeschaut. Danke an den Veranstalter, der mir diese Serie ermöglicht hat. Leider werde ich jetzt hoffentlich aus nachvollziehbaren Gründen nächstes Jahr erstmal nicht mehr dabei sein. So  kann ich auch mal an Läufen teilnehmen, die immer auf dieses Wochenende gefallen sind.

 

Fazit:

 

Aus Niederlagen nimmt man die größte Motivation für den nächsten Lauf. So war in 2015 beim Finale vom B2RUN, bei dem mir der Sieg im Sprint noch kurz vorher entrissen wurde.

Dieses hat mich jedoch im Winter so sehr motiviert, das ich in Leverkusen eine 30:35 gelaufen bin.

 

Ich hoffe, dass mich diese Niederlage dazu motiviert noch mehr zu trainieren, dass ich nächstes Jahr dort sogar eine Sub 30 laufen kann. Ich werde jedenfalls alles dafür probieren und geben. 

Zudem habe ich schon von einigen Läufern aus SH gehört, das diese dort nächstes Jahr auch wieder starten wollen. Ich kann es nur jedem empfehlen, wenn das Wetter mitspielt, hier seine PB über 10 km anzugreifen.

 

Jetzt beginnt das Training wieder mit 5 Einheiten die Woche, dann mit 6, mit 7 und später dann vielleicht auch mal 8, wobei ein Tag später immer Lauf-frei bleibt.

 

Euer Pascal

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"Halben" gelaufen und doppelt gewonnen!

Der Abschluss meiner Saison führte mich zur letzten Landesmeisterschaft auf der Straße nach Neumünster. Es ging um den 3. Titelgewinn im Halbmarathon in Folge.

 

Da ich mich im Vorwege entschied in Elmshorn dieses Jahr nicht mitzulaufen, hatte ich meinen Opa gebeten doch bei der LM in Neumünster zuzugucken, was er auch tat. Zusätzlich war auch mein Vater da, was mich immer sehr freut.

 

Kurz vor dem Start erhält Natalie immer ein Küsschen für unterwegs. Dieses Mal hat der Fotograf Jörg Lühn im richtigen Moment den Auslöser gedrückt und uns dabei abgelichtet. Danke an Herrn Lühn für das Foto.

 

Einige Sekunden später ging es dann auch schon los. Es war als erstes eine Stadionrunde zu absolvieren. Auf der ehemaligen Aschebahn wuchs mehr Gras als auf einem Fußballfeld. Deshalb war ich froh nach der ersten Runde hier runter laufen zu dürfen.

Die ersten Kilometer waren gar nicht so langsam und Yannick blieb konsequent an mir dran. Erst nach Kilometer vier, bei dem ich zweimal kurzfristig das Tempo verschärfte, entstand ein Abstand, der im laufe des Rennens immer größer wurde und zum Ende auf 3 Minuten anwuchs.

Die nächsten Kilometer waren schon sehr einsam, obwohl ich einen Fahrradfahrer vor mir hatte. Es war dennoch mein einsamster Halbmarathon dieses Jahr und ich denke, dass Stimmung und eine gewisse Action am Straßenrand einen definitiv schneller machen, auch wenn es hier schon mega flach ist.

Man denkt/grübelt zwar bei großen Veranstaltungen auch über den jetzigen Lauf und die Strapazen, jedoch ist man doch ab und zu auch mal durch besondere Sachen am Streckenrand und Zuschauerrufe abgelenkt. 

Die 10km passierte ich noch bei 33:20, was ich gar nicht so schlecht fand, aber auch nicht wusste wie schnell ich diese heute hätte laufen können, wenn es sich nur um einen 10ner gehandelt hätte.

Wir werden es beim Eiderlauf nächste Woche sehen, wie viel Saft noch oder auch schon wieder über 11,1 km in mir steckt, nachdem ich meine Pause hinter mir habe.

Als es dann nach ca. 13 km wieder auf die alte Strecke zurück ging, bemerkte ich auch, dass auf dem Hinweg leicht Rückenwind geherrscht hat. Dieses machte es jetzt nicht leichter.

 

Meine Schnitte wurden zwar etwas schlechter, aber einen Einbruch hatte ich nicht. Als ich dann bei Kilometer 16,5 meinen Vater und meinen Opa wiedergesehen habe, die mich lautstark anfeuerten, konnte ich die letzten Kilometer des Lauf richtig genießen. Es folgte noch eine Schleife um den Tiergarten, auf der ich mich daran erinnerte, dass dieses mein letzter Lauf vor meiner Pause wsein würde und ich mich ruhig nochmal quälen könnte.

Ich dachte ich schaffe noch die Sub 1:11, jedoch hatte ich am Ende eine 1:11:46, mit der ich nach der Saison dennoch sehr zufrieden war. Das war mein erster Sieg seit dem Holstenköstenlauf ebenfalls in Neumünster am 10. Juni.

Es ist mir heutzutage wichtiger eine gute Platzierung oder Zeit zu laufen, als bestimmte Läufe zu gewinnen, denn nur so kann man sich weiterentwickeln und muss ab und zu mal richtig an seine Grenzen gehen.

 

Auch Natalie hat es mit einer 1:21:35 wieder geschafft den dritten LM Halbmarathon Titel nacheinander zu gewinnen. Damit können wir uns nun "Trible HM Landesmeisterpärchen" nennen...

 

Zusammenfassung meiner Ergebnisse auf der Straße 2016:

 

Halbmarathonbestzeit dieses Jahr: 66:52  (April)

 

             10 km Bestzeit dieses Jahr:  30:35  (März)

  

Danke an: an meine Sponsoren, die mir dieses zusammen mit meinem Training und meiner Ernährung möglich gemacht haben. Außerdem ein großes Dankeschön an meinen Körper, ohne den diese Leistungen nicht möglich wären...

 

 

 

Ausblick für den Rest der Saison:

 

Jetzt habe ich mir erst einmal eine Woche Laufpause verschrieben. Ich werde erst wieder ab dem 12.10 langsam ins Training einsteigen und am Sonntag (16.10.2016) noch in Büdelsdorf versuchen meinen 13. Sieg in Folge dort nach Hause zu laufen. Die Landesmeisterschaft im Crosslauf Mitte Dezember möchte ich ebenfalls mitlaufen, um meinen ersten Crosslauftitel aus 2015 über die Langstrecke zu verteidigen.

 

 

Ausblick / Planung für 2017:

 

Die Planungen für nächstes Jahr sind im vollen Gange. Leider sind die Termine für die DM Halbmarathon und die DM 10km immer sehr kurzfristig und dieses macht eine vernünftige Planung nicht möglich.

Außerdem möchte ich noch abwarten, wo die LM Halbmarathon, 10km und 5.000m stattfinden werden. Es wird mich aber nächstes Jahr definitiv wieder nach Leverkusen ziehen, wo ich an meinem ersten "ernsten" 10km Lauf teilnehmen werde. Dieser findet am 5.3.2017 statt. Im Anschluss ist dann eine kurze Pause geplant, die wir beide für einen Kurztrip nach London nutzen wollen.

 

Wenn meine vollständige Planung für 2017 steht, werde ich es euch erzählen.

 

 

Ernährung in der Pausenzeit:

 

Jetzt achte ich besonders auf eine hohe Eiweißversorgung. Also 4-5 Eier am Tag kommen da schon zusammen. Was viele nicht bedenken, der Körper hat keinen Speicher für Eiweiß, deshalb muss es täglich neu hinzugefügt werden. Fett und Kohlenhydrate kann er aus den Lagern nehmen, aber bei einem hohen Eiweißverbrauch baut er dieses von den Muskeln ab und wer will das schon.
Der Körper muss zudem die Zeit der Pause nutzen, um alle Muskeln und Sehnen zu reparieren und das geht am besten mit Eiweiß (Aminosäuren). Außerdem braucht man in der Zeit der Pause nicht viele Kohlenhydrate. Natürlich ernähre ich mich auch nicht gerade Low Carb, sondern essen im Moment gerne viel saisonales Gemüse und Bio Kartoffeln, welche ich frisch von Gunnar (Söth´s Bioland) letzte Woche bekommen habe.

Natürlich ist auch eine ausreichende Versorgung mit Omega 3 notwendig und verlängert sogar euer Leben. Warum das so ist, könnt ihr bei Dr. Strunz hier nachlesen.

 

Ich selber teste gerade das neue Omega 3 Produkt Bio Marin Plus von Pharma Nord, welches sehr vielversprechend klingt. Zur Einführung sogar mit Rabatt zu bekommen.

 

Mein Frühstück besteht zur zeit z.B. gerade mal aus meinem Bananen-Eier-Eiweißpulver-Pancakes mit Sojaquark und gefrorenen Früchten (Blaubeeren/Himbeeren) und reichlich Cylon Zimt, welches ich mir Abends vorbereite und Morgens auf der Arbeit dann genieße. 

 

Die meisten Ermüdungsbrüche kommen im Herbst/Winter, nachdem der hohe Vitamin  D  Gehalt (durch die viele Sonne) die Knochen "geschwächt" hat und die Belastung aus dem Training am höchsten war.  Deshalb nehme ich jetzt auch verstärkt  Calcium und Vitamin  K2.

K2 sorgt  erst wieder dafür,  das Calcium  überhaupt in die Knochen transportiert und dort verbaut  wird. Da ich durch die Pause mit meinen Muskeln keine großen Sachen  mache, kann man so gut mal Magnesium  reduzieren und verstärkt  Calcium und Vitamin K2 einnehmen.

 

Zwischendurch trinke ich fast täglich einen veganen Eiweißshake und wie immer 2-3 Liter Wasser.

 

 

Euer Pascal

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Otterndorf: HM, ein zweiter Versuch!

Letztes Jahr war mein Abschneiden mit einem 4. Platz beim Halbmarathon nicht zufriedenstellend. Deshalb hatte ich Natalie vorgeschlagen am 18.09 erneut nach Otterndorf zu fahren um dort unser Wochenende zu verbringen und den Küsten-Halbmarathon zu laufen.

Den Bericht aus dem Vorjahr könnt ihr sonst vorab gerne hier lesen, denn an der super Versorgung der Athleten, dem Hotel und dem Lauf hat sich nicht viel geändert. Jedoch am Rennverlauf schon. Diesen will ich euch deshalb gerne näher bringen.

 

Die Ausgangslage

 

Es waren auf der Halbmarathonstrecke drei Eliteläufer angemeldet, die das Treppchen unter sich ausmachen sollten. Als Eliteläufer waren neben mir der Kenianer Alpha Kisa und der Eritreer Yohannes Heilu Atey am Start. Außerdem lief noch der einzige Kenianer (Edwin Kirwa), der den Marathon (4 statt der 2 Runden) laufen bei uns mit.

 

Die abendliche Vorbereitung

 

Am Samstagabend aßen wir unser Wettkampfessen, welches Natalie für uns am Freitag schon fertig gekocht hatte. Natürlich hatte ich eine eigene Kochplatte und Töpfe zum Aufwärmen mitgenommen. Denn auch hier gab es 2 Stunden später noch selbstgemachten Zimt-Milchreis.

Am Morgen darauf gab es natürlich unser frisch vor Ort zubereitetes Power-Frühstück. Für dieses hatte ich in Bremerhaven am Samstag noch extra Bio Korinthen besorgt und am Freitag zum Glück noch pünktlich eine neue Lieferung Matcha bekommen. Auf der mitgebrachten Herdplatte machten wir uns 3 Stunden vorher unser Hirse-Power-Frühstück. Sollte ihr keine gefriergetrockneten Bananen haben, kann man auch diese gut nehmen und die Himbeeren am Vortag essen.

 

Der Lauf

 

Pünktlich um 10:15 gab der 3. der Olympischen Spiele im Diskus Daniel Jasinski den Startschuss. Es bildete sich sofort eine Dreiergruppe der oben genannten Eliteläufer. Ich begann es gemächlicher.

Die ersten Kilometer (3:11, 3:18, 3:19) waren mit Gegenwind aber auch nicht so langsam. Ich musste einen 3:18 Schnitt laufen, um unter den 1:10 zu bleiben.  

Die nächsten Kilometer mit Rückenwind waren dann auch leichter (3:13, 3:14, 3:15) jedoch muss hier erwähnt werden, das es bei diesen Kilometern den Deich hoch ging und oben über 400 Meter auf der Deichspitze (Gras) gelaufen wurde, ehe es wieder auf die Asphaltstrecke unten am Deich herunter ging, um den Deich dann 1 Kilometer später wieder hochzulaufen.

Aus der Dreiergruppe wurde dann eine Zweier und Alpha lief, wie sein Name vielleicht vermuten lässt einsam vorweg. Die erste Runde (10 km Zeit: 32:38 lt. Uhr) am Startbereich war dann gar nicht so leicht zu passieren, denn die ankommenden 10 Kilometer Läufer verstopften den Zielbereich, dass ich nun mit zick-zack Laufen verhinderte in diese hineinzulaufen. Hier sollte man in Zukunft eine Gasse für die Halbmarathon-Läufer schaffen.

Auf den 12 Kilometer merkte ich meine rechte Wade. War es doch vielleicht nicht so gut gewesen nach der DM 10 km letzten Sonntag einen Halbmarathon zu laufen?

 

Zum Glück fiel mir in der Ferne auf, dass Yohannes das Tempo des Marathonläufers nicht mehr mithalten konnte. Ich versuchte an einem markanten Punkt die Zeit zu stoppen, die zwischen ihm und mir lagen. Es waren bei ca. 14 km rund 47 Sekunden. Ich hatte noch 7 Kilometer Zeit. Wenn er 7 Sekunden langsamer pro km als ich laufen würde, hätte ich ihn im Ziel.  

Somit war ich motiviert diese Aufholjagt zu beginnen und hat meine Wadenschmerzen vergessen lassen. Ich suchte mir immer Punkte an denen ich die Zeit nahm. Noch 35 Sekunden. Der Anstieg am Deich auf der letzten Runde kostete ihm Körner. Denn bei meiner nächsten Messung waren es nur noch 25 Sekunden, aber auch nur noch 3,5 Kilometer. Der Wendepunkt erlaubte mir ihm noch einmal ins Gesicht zu sehen und seinen Laufstil zu begutachten. Er hatte es echt schwer. Vielleicht hätte ich mich selber noch anstrengender zeigen sollen, aber so gut sah ich dann wohl auch nicht mehr aus. Der Weg zurück war dann jetzt nur noch mit Gegenwind, was es auch für mich nicht mehr einfach gemacht hat.

Die Kilometer ab 17 (3:18, 3:22 und 3:23) ließen mich dennoch näher an ihn herankommen. Mein  20. Kilometer war dann wieder ein 3:16. Er war jedoch immer noch ca. 10 Meter vor mir. Diese seit dem 13. Kilometer angefangene Aufholjagt ging echt an meine Grenzen, obwohl ich solche gesteigerten Läufer gerne laufe und auch trainiere.

Auf den letzten hundert Metern war ich dann kurz hinter ihm. Ich versuchte leise zu laufen/zu atmen, damit er mich nicht zu schnell hören würde. Das Publikum klatschte aber, was mir mein Vorhaben einfacher machte.

 

Dann der entscheidende Blick von ihm zurück, er versuchte nochmal kurz zu beschleunigen. Hier hätte ich mich auf einen gemeinsamen Zieleinlauf eingelassen, aber er wollte nicht. Also musste ich nochmal alles geben und meinen Schlusssprint rausholen. Der 21. Kilometer war eine 3:05 und die hat dafür gesorgt, dass ich es auf den überraschenden 2. Platz geschafft habe. Wer meinen Zielsprint um Platz 2 sehen will, der kann das hier machen. Hätte ich selbst  nicht ganz daran geglaubt, aber gehofft natürlich schon. Überglücklich schmiss ich mich, langsam schon zur Routine geworden, auf den Boden um meinen Herzschlag herunterkommen zu hören und genoss meine Überraschungsleistung. Hätte ich nicht die Zeit genommen und mich konsequent schon ab dem 13. Kilometer auf die Aufholjagt gemacht, wäre mir dieses nicht gelungen, das ist sicher.

 

Zu diesem Erfolg passte dann auch, dass Natalie sich wie im Vorjahr den Titel beste Deutsche und 3. Frau im Halbmarathon sichern konnte. Ihre Zeit war etwa eine Minute besser als 2015.

 

Ausblick

 

Da man solche Rennverläufe nicht vorhersehen kann, passt es ganz gut, dass ich von meinem Arbeitgeber aufgrund der angespannten Arbeitslage am Freitag keinen Urlaubstag bekomme. Somit kann ich nicht an dem B2Run Firmenlauf-Finale teilnehmen.

Ich habe jedoch dieses Jahr gezeigt, dass ich, wenn ich ausruht bin, super Ergebnisse siehe Bestzeiten abrufen kann. Eine Teilnahme würde  nicht mein volles Potential zeigen, deshalb bin ich darüber nicht wirklich traurig.

 

Als nächstens würde ich noch gerne die Halbmarathon Landesmeisterschaften mitlaufen. Wenn dort jedoch nicht eine Sub 1:10:00 herauskommt, kann das glaube ich jeder verstehen. Man muss nicht immer für jeden Lauf an seine Grenzen gehen, aber wenn es sich lohnt und passt dann natürlich schon... 

 

Euer Pascal 

 

   

P.S. Danke an Annette und Reinhard vom Orgateam, die wieder alles für uns getan haben. Es hat uns wieder so gut gefallen, dass nur eine erneute DM in Hamburg uns zweifeln lassen würde, wieder in Otterndorf am 10.09.2017 zu starten. Außerdem wäre an dem Datum auch noch der Kiel Lauf, also fallen drei sehr bekannte Läufer nächstes Jahr auf ein Datum.

 

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