Mein erstes Mal in Ratekau

Es war eine Idee aus dem letzten Jahr, als Natalie und ich von dem Lauf in Ratekau gehört hatten. Ich habe den Veranstalter zufällig in Timmendorf Strand dieses Jahr getroffen und ihm mitgeteilt, dass wir gerne bei ihm laufen würden. Ich wollte ihm eine verbindliche Anmeldung aber erst geben, wenn ich die Deutschen Meisterschaften und die Landesmeisterschaft über 10 km erfolgt absolviert habe.

Denn mit Peter Ts´otleho Fane ist ein starker Läufer gebürtig aus Afrika dort schon seit 2 Jahren erfolgreich und hält mit 30:55 auch den Streckenrekord. 

 

Wir sind dann früh morgens nach Ratekau gefahren. Als wir dort angekommen sind, wurden uns unsere Startunterlagen aus Fenstern einer Schule rausgegeben, dass erinnerte schon sehr an eine  MC-Drive-Schalter, nur eben "gesünder" und schneller.

Als wir unsere obligatorische Einlaufeinheit mit 2 Sprints hinter uns gebracht hatten, standen wir auch schon am Start und begrüßten die andern bekannten Läufer. Es ging eine Dreiviertelrunde im Stadion entlang, ehe es an einer Hauptstraße auf dem Bürgersteig weiterging. Hier waren die ersten 3 km fast nur Schatten, welches den Führenden (Volker, Peter und mir) bestimmt nicht schlecht tat.

Wir blieben alle drei zusammen, obwohl es immer wieder mal kleine Tempoverschärfungen gab. Nach ca. 6 km, als es erneut für eine Dreiviertelrunde durch das Station unter tobenden Applaus ging, waren immer noch alle drei Läufer beieinander. Wir liefen, wie an einer Kette durch das Stadion. Auf dem letzten Kilometer wurde es dann ernst. Hier bogen die anderen 10 km Läufer gerade auf ihre 1. Stadionsrunde ab, als Peter und ich im langgezogenem Sprint an diesen Läufern vorbeizogen. Wir haben damit wohl nicht nur den Zuschauern am Straßenrand Einiges geboten.

Beim Stadioneingang habe ich irgendwie noch einen Schlussspurt ansetzen können und Peter damit davonlaufen können. Fragt mich aber nicht woher der kam, plötzlich war die Energie dafür einfach da.

So konnte ich das erste Mal in Ratekau gewinnen und für die nicht gerade einfache Strecke (leicht bergig und 2 Spitzkurven) in 31:24 sogar mit einer guten Zeit. Das Natalie dann hier auch als erste Frau (38:15) einlaufen konnte, machte den Tag natürlich mal wieder perfekt.

 

Nach dem Lauf wurde ich von einem Läufer angesprochen. Er erzählte mir, dass dieses sein 1. Wettkampf war. Er bat uns um ein Foto mit den schnellsten Männern, was wir natürlich bereitwillig taten. Er war Tennislehrer und hat jetzt das Laufen entdeckt. Er war mega froh unter 60 Minuten geblieben zu sein. So was macht einen richtigen Volkslauf aus, der Smalltalk mit Läufern, die  jede ihre eigenen Geschwindigkeiten und Zielzeiten haben. 

Abschließend ein großes Lob an Peter für die super Leistung. Absolut sympathischer Typ und hoffentlich nächsten Jahr wieder am Start. Auf alle Fälle wird man sich beim Hella Halbmarathon sehen. Hier wird es für mich bestimmt wieder genauso eng werden. Ich freue mich drauf...

 

Einen ausführlichen Bericht über den 27. Lauf Rund um Ratekau könnt ihr, aus Volkers Sicht, auch auf Laufticker.de hier nachlesen.


Euer Pascal

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