Mein erster HM außerhalb von Schleswig-Holstein

Nach dem Sportscheck Nachtlauf am Freitag war für Samstag Laufpause angesagt. Das war auch nötig.

Stattdessen bin ich mit Natalie morgens in die Innenstadt gegangen und wir haben uns dort nette Sachen für unsere Karstadtgutscheine vom Hölstenköstenlauf gekauft. Gegen Mittag haben wir dann am Rotherbaum meine Startnummer abgeholt und konnten schon einen kleinen Streckencheck machen, wo ich dann Morgen so einlaufen werde...

Am späten Abend habe ich Natalie dann noch bei ihrem Tempotraining auf der Bahn (im Hammer Park Stadtion) zugeguckt/angefeuert.

Als letzte Sache des Tages stand dann nur noch die Vorbereitung meines Power-Frühstück für den Morgen an. Für meinen Halbmarathon habe ich dieses Mal 140 Gramm und einem Teelöffel Kokosblütenzucker zusätzlich in einen Topf gegeben.

So muss ich Morgens nämlich nur noch 250 ml Hirsemilch hinzugeben und die Herdplatte anmachen. 

 

Um 8:45 haben wir uns dann auf den Weg zur U-Bahn Station St. Pauli gemacht. Es war sehr interessant, da bei jeder Haltestelle immer mehr Läufer in die U-Bahn eingestiegen sind. Alle wollten dann St. Pauli raus. Die Organisation war durch die Abgabe der Tasche in den dafür geparkten LKW echt super einfach. Zudem waren die Wetterbedingungen auch klasse und mit sonnigen Abschnitten besser als angesagt. 

 

Um 10 Uhr sollte der Startschuss auf der Reeperbahn erfolgen. Vorher wurden natürlich standesgemäß noch "auf der Reeperbahn nachts um halb eins" gespielt und dann ging es auch wirklich los. 

 

Der erste km war mit 3:11 eher gemächlich, ich wollte das Rennen aber progressiver angehen, da ich mit meinem wenigen Training in den letzten 2 Monaten (keine Läufe über 16 km hier zu sehen) ein wenig Respekt vor den letzten 5 km hatte. Zudem haben die ersten 7 km einige Höhenmeter. Was man an meinem 2. Km mit 3:21 dann auch bemerkte. Der 3. km war mit 3:07 wieder bergab. Bei 5 km kam man wieder an der Reeperbahn an. Hier war die Stimmung echt super, wie eigentlich überall. Danke an alle Hamburger und speziell an Natalie, Jonas und Vilmos fürs Anfeuern und die vielen Versuche mich an vielen Streckenabschnitten sehen zu wollen. Logistische Meisterleistung von euch Dreien! 

Bei 10 km (32:35) ging es mir noch richtig gut und hatte mit meiner Frühstücksmenge wohl genau richtig gelegen. Der Tunnel kurze Zeit später hat es mir dann echt angetan. Super ruhig, angenehm kühl, und einfach nur ein geiles Gefühl dort "durchzufliegen". Wenn ich irgendwann mal einen Tunnellauf mitmache, dann wisst ihr warum.

Dann folgte bei km 15 auch schon der Abschnitt an der Alster. Hier konnte ich auf der Gegengraden noch Paul Schmidt sehen, der später 2. Deutscher wurde. Vor mir war mit Peter (bekanntes Gesicht vom Lauf Rund um Ratekau) und Oliver Hoffmann noch 2 Läufer, auf die ich gefühlt immer mehr aufzulaufen begann.

Es war wirklich so. Oliver konnte das Tempo von Peter nicht mehr halten und kam mir immer näher. Bei km 16,5 konnte ich ihn dann überholen. Peter (der bei 10 km noch 31 Sekunden vor mir war) kam ich auch immer näher. Das war wohl auch der Grund warum ich bei km 17 und 18 mit Schnitten von 3:08 und 3:10 nochmal aufdrehte. Ich wollte unbedingt zu Peter aufschließen. Dieses gelang mir dann auch bei 18,5 km. Davonziehen konnte ich dann aber auch nicht mehr. Die Aufholjagd koste einfach zu viele Körner. Somit gab es ein gleiches Rennen wie in Ratekau. Als ich in der Ferne den Zielbogen sehen konnte, habe ich alle Kraftreserven abgerufen und mit einem Zielsprint versucht noch einige Sekunden von der Uhr zu holen. Über eine Zielzeit hatte ich mir nämlich die ganze Zeit gar keine Gedanken gemacht. Umso mehr war ich überrascht von meiner  1:08:34 und das bei der doch welligen Strecke. Damit wurde ich sogar 3. Deutscher, wie schon letztes Jahr beim Alsterlauf. Hamburg ist für mich ein erfolgreiches Pflaster...

 

Abschließend ist zu sagen:

 

 

1. Mein selbst zusammengestelltes Power-Frühstück bei Cereal-Club.de hat seine Bewährungsprobe super bestanden. Auch von der Menge hatte ich nie das Gefühl zu wenig oder zu viel gegessen zu haben. Ich werde es mir jetzt aufgrund der einfachen Bestellung aller Zutaten immer dort zusammenstellen.

 

2. Meine konsequente Ernährung (Zucker-und Glutenverzicht, viele gesunde Fette und genügend Eiweiß) ist wohl doch eine super Sache, vor allem für einen guten Halbmarathon und bestärkt mich deshalb dieses weiter so beizubehalten.

  

3. So sieht eine tolle Organisation aus. Meine Tasche stand im Zielbereich gleich bereit und die Duschen waren noch total leer und nur 30 Sekunden vom LKW entfernt. Ein Tipp vielleicht fürs nächste Mal. Eiweißdrinks an Läufer ausgeben, dann muss ich mir nicht auch noch meinen eigenen von (BeGreenOrganic) mitbringen!

 

4. Vertraue keiner Wettervorhersage, es war viel besser als vorhergesagt und von einer Bewölkung nicht zu sprechen. Es war sonnig, aber nicht zu warm und für die Zuschauer angenehm so.

 

5. Das war´s mit Halbmarathon für die nächste Zeit...

 

Euer Pascal

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