Streiks wohin man schaut...

Das Jahr 2015 wird später bestimmt als das Jahr mit den meisten Streiks eingehen. Vielleicht wird sogar das Unwort des Jahres 2015 "Streik" heißen. Was das mit Laufen zu tun hat, erzähle ich euch gleich...

 

Heute stand für mich die zweite von drei Behandlungen meiner Stoßwellentherapie (Kosten je 10 min. Anwendung ca. 190 EURO) an. Nach der ersten Behandlung verbesserte sich meine Plantarsehne fast täglich. Ich bin nun wieder auf die nächsten Tage gespannt. Morgen mache ich nochmal Pause, damit sich der Fuß somit ausgiebig von der Behandlung erholen kann.


Der Grund meiner Plantarsehnenreizung geht glaube ich auf die Alsterrunning.de Challenge aus Oktober letzten Jahres zurück, bei der ich fast neun Tage am Stück täglich einen Halbmarathon (durchschnittlich) gelaufen bin. Das war für mich, der so was vorher nicht gewohnt war, wohl einfach zu viel.

Ich will euch hiermit ein wenig sensibilisieren, gibt eurem Körper immer die Zeit für Anpassungen und übertreibt es nicht. Steigerungen während längeren Trainingszyklen sind völlig in Ordnung und auch gewollt.

Nur sollte man Beispielsweise nicht von gewohnten 40 Wochenkilometern von heute auf morgen auf über 80-90 Wochenkilometer steigern. Setzt euch Ziele und versucht die nicht alle in einer Saison zu schaffen. Hört mehr auf euren Körper und auch wenn es mal mehrere Tage richtig gut läuft, gibt dem Körper dann dennoch mal einen Ruhetag. Wir haben nur den einen Körper und mit dem wollen wir noch hoffentlich jahrelang Sport machen. Es gibt einfach zu viele Beispiele von Läufern, bei denen dieses Jahr der Körper irgendwann (aus welchen Gründen auch immer) gestreikt hat:

 

- Steffen Uliczka (3000 m) musste nach seinem Marathondebüt an der Achillessehne operiert werden

- Isabell Teegen erlitt beim (5.000 m) Rennen in Koblenz einen Muskelfaserriss in der Wade 

Corrinna Harrer (10.000 m) bekam nach der Team-EM die Diagnose Längsriss des Achilessehnenansatzes an der Wadenmuskulatur 

- Sabrina Mockenhaupt musste sich einer Sprunggelenksoperation unterziehen

- Bei Timo Benitz (1.500 m) wurde letzte Woche ein Teilriss an der Hamstringsehne im rechten Oberschenken festgestellt

- Vorgestern hat Homiyu Tesfaye (diese Jahr fast deutschen Rekord über 10 km gelaufen) über   Facebook gepostet, dass er aufgrund einer Knieverletzung die Saison beenden muss

 

Diese Beispiele sollen deutlich machen, dass es manchmal schneller gehen kann als wir denken.

Ich will nicht sagen, das die o.g. Läufer nicht auf ihrem Körper gehört haben, aber auch deren Körper streikt, wenn die Belastungen einfach zu groß werden.

Die wenigsten von uns haben Beamte in ihrem Körper arbeiten, die nicht streiken dürfen. Vielleicht gehört dazu ein Arne Gabius oder eine Alina Reh.

Aber auch "Körperbeamte" können dienstunfähig werden und werden dann vielleicht von "Arbeitern" abgelöst, die wieder streiken dürfen...

 

Sonntag laufe ich beim Triathlon in Hamburg die 10 km in der Staffel. Ich werde es als Test ansehen, was ich so nach einer kompletten Pausenwoche zustande bringe. Letztes Jahr habe ich den Hamburg Triathlon noch im Fernsehen gesehen und dieses Jahr bin ich live dabei.

Ich freue mich sehr bei so einem großen Event dabei sein zu können. Außerdem will ich dort mit meiner Mannschaft um den Gesamtsieg mit- schwimmen, -fahren und -laufen. Ich werde davon natürlich berichten...

 

Euer Pascal 

 

p.s. Danke an Tim Riediger von www.nordpool-media.com für das coole Bild vom Ostseeman 2014!

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Kommentare: 1
  • #1

    Siegbert Schwab (Donnerstag, 16 Juli 2015 19:47)

    Gut auf den Punkt gebracht.
    Aber oft haben wir das zuhören verlernt - auch bei uns selber und unserem Körper. Nach dem Stress - auch im Arbeitsleben und oft genug auch im Alltag - einfach wieder runter und zur Ruhe und zum Nachdenken kommen. Daraus entsteht die Kraft und Energie,um neue Leistungen zu bringen. In der Ruhe liegt die Kraft. Du hast einen guten Weg vorgezeichnet.