Mein erster "Elitelauf" Berliner City-Nacht

Am Samstag stand der 24. City-Nacht-Lauf in Berlin an. Gestartet wird dieser Lauf immer um 20 Uhr und 31 min. Wir beide waren durch Volker Goineau auf diese Veranstaltung  aufmerksam gemacht worden. Er wohnt in Berlin und wir konnten bei ihm übernachten. Da er "nur" Mitbewohner in der Wohnung von Paul Schmidt (ja der Arzt Paul Schmidt) ist, übernachtete er freundlicherweise bei seiner Mutter, die ebenfalls in Berlin wohnt. Danke an Volker für diese Aktion und danke an Paul und seine Freundin Rubina, dass ihr uns so freundlich bei euch aufgenommen habt.

 

Ich durfte aufgrund meiner Bestzeit (30:51) übrigens im Elitefeld starten. Angenehm daran war die Möglichkeit seine Sachen kurz vorher auf der Rasenfläche in der Mitte abstellen zu können. Das ist doch sehr hilfreich, wie jeder Läufer weiß.

Mit im Elitefeld befand sich z.B. André Pollmächer, Falk Cierpinski, Philipp Flieger oder auch Paul Schmidt und Christian König. Es war schon einmalig mit so vielen guten Läufern bei einem 10 km "Volkslauf" und keiner Meisterschaft zusammen als "Elite" zu starten.

Mein Ziel war natürlich "nur" eine Zeit von unter 32 Minuten, da ich durch meine "Pause" mit meiner Plantarsehne nicht auf Bestzeitkurs war. Jedoch will man dann natürlich auch mal wieder alles geben, um zu sehen wie man so steht...

 

Gegen 18:30 sollten wir unsere Startnummer aus dem Athletenhotel (direkt gegenüber von Karstadt Sport) abholen, nahe am Start- und Zielbereich. Hier haben wir dann auch Andrea Diethers getroffen und Christian König kennengelernt, den wir bis jetzt nur von Facebook Konversationen kannten.


Der Start war, wie ich es mir gedacht hatte, recht schnell. Nach dem 1. km stand eine 3:05 bei mir auf der Uhr. Die erste Gruppe war da schon ca. 5 Sekunden voraus. Die hier auf den nächsten Kilometern herausgefallenen Läufer konnte ich dann alle zügig überholen. Deshalb war es im Nachhinein doch schlau nicht in der großen Gruppe dran geblieben zu sein. Leider bildete sich keine 2. Gruppe und ich musste doch recht allein bei windigen, aber trockenen Bedingungen mein Rennen machen. Bei 5 km hatte ich eine 15:47 auf der Uhr. Leider hat meine Uhr immer viel früher die Kilometer angezeigt, deshalb hatte meine Uhr später im Ziel auch 10,3 km stehen. Die letzten zwei Kilometer lief man auf der gegenüberliegenden Straße wieder zurück zum Ziel. Hierbei war es natürlich spannend zu sehen, wer dann wohl als 1. ,2. und dritter einem entgegen kam. Auch Natalie konnte ich auf der Gegengraden noch entdecken, als ich kurz nach der Wende wieder Richtung Ziel unterwegs war. Wenig später war der beleuchtete Zielbogen in der Ferne zu erkennen, jedoch waren es noch einige hundert Meter bis ins Ziel. Hier habe ich nochmal alles gegeben und mir damit eine Zeit von 31:43 (deutlich unter 32 Minuten) erlaufen.


Nach dem Ziel sind wir dann zum Hotel gegangen und konnten gleich unsere Beziehungen spielen lassen.  Danke Christian für die Möglichkeit bei dir im Hotelzimmer kurz duschen zu können. 

 

Nach dem Lauf wurden die "Eliteläufer" und deren Begleitung (Natalie war natürlich hier auch dabei. Sie  lief eine neue PB  mit (37:27) was den Frauengesamtplatz Nr. 9 bedeutete) noch auf ein Gericht und zwei Getränke in die Kartoffelkiste eingeladen. Hier konnten wir uns nett mit Christan König austauschen und vieles über sein Training und die Vorbereitung auf seinen Frankfurt Marathon erfahren. 


Am nächsten Morgen hatten wir uns schon um 8 Uhr (die Nacht bestand damit nur aus 5 Stunden Schlaf)  in der Hotellobby zum Laufen mit Andrea verabredet. Auch die anderen "Eliteläufer", wie Philipp Flieger hatten die gleiche Idee. So entstand übrigens mein Titelbild zu diesem Artikel. 

Während des Laufes habe ich dann noch für Andrea einen Platz für die Rückfahrt im Postbus neben uns gebucht, was die Beiden "mega" lustig fanden. Noch gibt es ja keine Strafe fürs Handyspielen beim Laufen.


Nach dem Duschen in Andreas Zimmer hatten wir uns noch für das Frühstück angemeldet, hier saß ich dann neben dem gestrigen Sieger Philipp Flieger. Es war für mich echt interessant zu erfahren, wie er (immerhin Deutscher Meister im HM) sich nur mit Laufen finanziert und das er vom DLV dafür keinen Cent bekommt. Auch seine Trainingslager bucht er lieber selber und hält nicht viel vom Höhentraining. Philipp ist trotz seiner sehr guten Leistungen auf dem Boden geblieben und man kann sich cool mit ihm unterhalten.


Berlin war eine unvergessliche Sache für uns beide. Es gibt noch viel mehr Sachen, die ich hätte erzählen können, aber dann wäre der Artikel wirklich zu lang geworden.


Ein großes Dankeschön geht abschließend noch an Anne Formella von SCC Event, die uns das alles möglich gemacht hat und sich um alles super gekümmert hat. 

 

Das Event hat zu Recht einen sehr guten Ruf, da hier wirklich versucht wird die deutsche Spitze an den Start zu bekommen und eben nicht nur "Afrikaner".

 

Ich werde jetzt erstmal wieder langsam in mein Training einsteigen und am Wochenende Natalie bei ihrem Ostseeman Marathonlauf in Glücksburg tatkräftig unterstützen. Auf Instagram könnt ihr mein Training natürlich wie gewohnt täglich weiter verfolgen.

 

Euer Pascal


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