Meine Rückkehr nach Husum...

4 Monate und 3 Tage nach der DM Halbmarathon in Husum fand gestern der 29. Husumer Hafentagelauf statt. Endlich mal wieder ein "Volkslauf" wie ich ihn liebe...

Es begann leider alles ein wenig unprofessionell. Da wir auf der Arbeit immer noch Überstunden am Samstag machen dürften, musste ich schon um 6:25 Uhr aufstehen und habe 3,5 Stunden gearbeitet. Danach ging es gleich in meine Wohnung, wo Natalie ein leckeres Reisgericht für uns gezaubert hatte, damit für abends genügend Kohlenhydrate bereit standen. Dann ging es zunächst nach Owschlag (die Autofahrt dauerte 2 Stunden, also doppelt so lange), wo wir meinen Vater abholen sollten, da er sich den Lauf gerne mit anschauen wollte. Er war jedoch ein wenig erkältet und meinte wir sollten alleine fahren.

In Owschlag habe ich nur kurz alles ausgeladen und mir noch ein kleine Portion Power-Frühstück gemacht, 3 Stunden vorher immer optimal. 

Da Natalie nach ihrem Marathon nicht genau wusste, ob sie laufen wollte, hatte ich beschlossen uns beide erst am Samstag nachzumelden. Damit hatte uns natürlich keiner auf der Rechnung, was aber auch mal ganz nett war...

Hier in Husum ist mir in den letzten Jahren schon so einiges passiert, weshalb ich immer ein wenig aufgeregter bin als sonst: Einmal hatte ich meine Schuhe vergessen, einmal wurde ich falsch geleitet und kam als 4. wieder auf die Strecke, ein weiteres Mal hatte ich viel zu spät gegessen und ein anderes Mal bin ich 5 min. vor dem Start erst angenommen.

Diesmal lief jedoch alles gut. Wir haben uns um kurz vor 17 Uhr auf eine erste Runde (ca. 2,5 km) gemacht. Diese musste nachher 4 mal gelaufen werden. Natürlich haben wir wieder viele bekannte Läufer getroffen, auch unser Lieblingsmoderator Hans-Erich Jungnickel war dieses Jahr für die Moderation zuständig. Es deutete sich ein Pärchensieg an, da überall, wo er moderierte und wir angetreten sind, gewonnen haben. 

Um 17:30 fiel der Startschuss und ich setzte mich gleich vom Feld ab. Ich hatte den Plan, den alten Streckenrekord von Oleg Rantzow zu verbessern, was auf dieser Strecke (32:08) einfacher klang als es tatsächlich ist. Denn die Strecke ist ein wenig zu lang, zudem hat man ab der 2. Runde mit Überrundungen zu kämpfen, die weitere Wege durch ein Zickzack laufen nötig machen. Wind war dieses Mal jedoch gar kein Problem, dafür war es ein wenig schwüler. 

Die erste Runde lief super gut. Das Publikum in Husum war wieder echt toll. Wie oft habe ich gehört der rennt ja schnell, wie macht der das. Oder "wow, das ist ja schnell".

Ein Lob auf diesem Wege auch an meinem Vorwegradfahrer, der dafür gesorgt hat, dass ich fast immer angekündigt wurde und damit besser durchkam. 

Die 2. Runde lief immer noch recht super. Meine 5 km Durchgangszeit betrug 15:46. Ich wusste es könnte mit dem Streckenrekord klappen, wenn jetzt kein Einbruch kommen würde. Auf der 3. Runde konnte ich das Tempo immer noch gut halten. Ich hatte die letzten 2. Wochen auch wieder gut trainieren können, ohne Probleme durch meine Plantarsehne. 

Es kam nun die 4. Runde und hier konnte ich mich nochmal leicht steigern, da hilft einem natürlich das Training, bei dem ich am Ende immer versuche nochmal schneller zu laufen.

Ich konnte kurz vor dem Ziel die Uhr sehen, die eine 31:30 anzeigte, damit wusste ich, ich werde den Streckenrekord schaffen und habe dann ein wenig das Tempo herausgenommen, denn es gibt ja auch noch ein nächstes Jahr. Die Uhr stoppte schlussendlich bei 31:49. Dieses entsprach einer Verbesserung meiner Zeit zum Vorjahr von über 45 Sekunden, was ich erfreulich finde.

Dieses lässt mich hoffen beim Alsterlauf am 6. September vielleicht sogar wieder eine flache 31 laufen zu können.

Es hatte auf meiner letzten Runde angefangen leicht zu regnen, was Natalie sehr entgegen gekommen ist. Ich freute mich wieder darauf ihr entgegen zu laufen und zusammen mit ihr ins Ziel einzulaufen.

Natalie hatte es nämlich auch das erste mal in Husum geschafft als 1. Frau einzulaufen. Hans-Erich Jungnickel konnte uns beide dann wieder gemeinsam als Siegerpärchen ankündigen, als wir gemeinsam durchs Ziel liefen. Ein wenig langweilig muss es für ihn schon sein, denn seit einem Jahr hält diese Siegesserie mit ihm als Moderator schon an. Wir freuen uns deshalb immer besonders auf ihn.

Es war mal wieder ein echter Volkslauf eingebaut in die Husumer Hafentage, auf denen wir im Anschluss   noch einen leckeren Lachs auf Salat gegessen haben. Die nächsten Wochen wird jetzt weiter trainiert und Ende August beginnt mein Urlaub  mit Laufeinheiten und coolen Laufbildern auf Mallorca. Den Urlaub habe ich mir aber dann auch so was von verdient. 

 

Euer Pascal

 

P.S. Danke an Ute Fanslau für ihren kleinen Modellhund, der mit der Blackroll genauso viel spaß hat wie ich. Sein Zahnautogramm wird später hoffentlich einiges Wert sein...