Bester Deutscher beim Alsterlauf 2015

Es war eine entspannte Woche vor dem Alsterlauf in Hamburg. Diese wurde dann jedoch schlagartig "stressiger".

Wir sind am Freitag nämlich erst aus dem Urlaub von Mallorca zurückgekommen. Leider hatte unser Flieger zurück über 2 Stunden Verspätung, so dass wir an dem Freitag beschlossen in Hamburg zu bleiben und nicht schon nach Owschlag zurückzufahren.
Diese Fahrt war jedoch nötig, da meine Mutter am Samstag ihren 60 Geburtstag feiern wollte. So gingen wir nach der Ankunft mit unseren Koffern gleich ins Cha Cha (unser Lieblings Thailänder) und haben uns eine leckere Reisschüssel mit gelben Curry gegönnt. Wir hatten nämlich seit Morgens nichts m richtiges mehr gegessen und waren halb am verhungern.
Der Abendlauf gegen 22 Uhr, den Natalie dann noch machen wollte und ich sie begleitete, war durch leichte Bauchschmerzen und einem 5er Schnitt gekennzeichnet. Wir beide fragten uns nach dem Lauf, wie wir bei dem Gefühl Sonntag nur eine gute Zeit beim Alsterlauf laufen sollen?

Der Schlaf diese Nacht war dann jedoch erholsam. Am Samstag ging es dann wieder früh (9:15) los nach Owschlag. Einen Samstagmorgen für eine Fahrt in den Norden über die A7 auszusuchen, ist keine gute Idee ( für alle zur Info)! Hier war nämlich ein Unfall in der Baustelle kurz hinter Quickborn passiert und folglich war nur ein Streifen befahrbar und der Verkehr staute sich über 11 km.

Dieser Vorfall bedeutete eine Ankunft in Owschlag um 11:33 und war damit quasi genauso lang wie ein Flug von Mallorca nach Hamburg! Die Rückreise (ohne Stau und Probleme) haben wir dann wieder gegen 16 Uhr angetreten, da wir noch unsere Startunterlagen bis 18 Uhr abholen wollten. Zudem übernachtete Volker G. bei uns und kam um diese Zeit mit dem Bus bei uns in Hamburg an.

Abends hat Natalie mir dann noch eine kleine köstliche Reispfanne mit Gemüse gemacht, für mehr war dann keine Zeit mehr da. Natalie hatte auf erneut Reis verzichtet und sich einen Früchte-Porridge gemacht.

Den nächsten Morgen ging es wieder gegen 6:55 aus dem Bett und an den Herd. Mein Power-Frühstück mit Hirsemilch musste gekocht und verspeist werden. Danach habe ich mich aber erneut hingelegt. Wir sind dann gegen 9:10 Uhr direkt zum Start gelaufen und haben dort Vilmos T., unseren Betreuer/Sachenaufpasser (danke noch dafür) und Jonas W., der schon in Neumünster erfolgreich für Natalie Tempomacher gespielt hat, getroffen. Hier haben wir  natürlich auch wieder viele andere bekannte Läufer getroffen. Besonders hat mich gefreut, das Peter F., ganz aus Süddeutschland angereist, auch am Alsterlauf mitlaufen wollte. Wir hatten ja schon 2 gemeinsame Einläufe in Ratekau und beim Hella Halbmarathon. Ich war gespannt, was heute passieren würde.

Der Startschuss wurde pünktlich von Heike Drechsler gegeben, die sich dann mit der Startnummer 1 auch auf dem Weg über die 10 km machen durfte.

Der 1. km war bei uns mit 3:07 gar nicht so schnell, da es streckenbedingt nämlich auch einiges bergab ging. Ab dem 2. km (3:06) erhöhte ich langsam das Tempo, so dass sich unsere große Gruppe zersprengte und sich vorne mit Peter, Volker und mir eine Dreiergruppe bildetet. Wir liefen meist nebeneinander oder wechselten mit der Tempoarbeit kurz ab. Jedoch haben wir schon alle den Wind gespürt und keiner wirklich vom Windschatten der anderen profitiert. Unsere 5 km Zeit betrug übrigens 15:43.
Die nächsten Kilometer rollten wir einfach so vor uns her und jeder aus unserer Gruppe zeigte sich mal an der Spitze. Meistens habe ich versucht, dem vorne Laufenden zu sagen, wo die Idealline ist, da Volker und Peter den Alsterlauf noch nicht kannten.
Schön waren unterwegs natürlich auch die Anfeuerungen mit meinem Namen, was für mich in Hamburg nicht so normal ist, wie z.B.  bei einem in Schleswig Holstein.
Bei km 9 kam auf Höhe der Kunsthalle dann der letzte Berg, der es echt in sich hatte. Hier merkte ich schon, dass heute nicht mehr so viel möglich war und meine Beine vielleicht nicht die Frischesten sind, was mich leicht verwunderte.
Ich freute mich dann umso mehr als wir in die Mönkebergstraße einbogen und es leicht bergab ging. Hier war es wieder Peter, der den Schlussspurt 400 Meter vor dem Ziel forcierte. Ich blieb jedoch neben ihm. Wir liefen im Parallelschritt auf den Zielbogen zu und auch meine Beine wollten heute nicht mehr viel. Vielleicht waren sie auch auf einen gemeinsamen Einlauf mit Peter getrimmt, was dann auch so war. Wir liefen zeitgleich über die Ziellinie. Da Peter jedoch hinter mir gestartet war, war seine Endzeit damit eine Sekunde besser als meine und er wurde letztendllich damit 12. und ich 13.
Damit war ich bester Deutscher und hätte auch noch Volker den Vortritt lassen können, der ja Franzose ist und nur einige Sekunden nach uns ins Ziel kam.

Das Foto dieses Artikels mit dem NDR wurde kurz nach dem Zieleinlauf gemacht. Hier wurde ich gefragt, ob der Wind heute gestört hatte, was ich leider mit ja beantworten musste und mit meiner Zeit von 31:33 deshalb auch nicht ganz zufrieden war. Es war dennoch meine beste Zeit beim Alsterlauf  und 25 Sekunden besser als 2014. Jedoch liegen mir die kleinen Hügel um die Alster und Gegenwind nicht so sehr. Zufrieden war ich natürlich mit der Platzierung, da ich 2004 bei meinem ersten Alsterlauf 8. Deutscher wurde und Arne Gabius damals bester Deutscher. 10 Jahre später habe ich es geschafft, das ist schon was besonderes, auch wenn sich die Zielzeiten von ihm und mir noch etwas unterscheiden...

Umso mehr war ich überrascht, als ich bei 36 Minuten schon Natalie hinten in die Mönkebergstraße einbogen sah. Jonas hatte seinen Job anscheint sehr gut gemacht und Natalie windschattenmäßig gut abgeschirmt. Natalie verpasste zwar eine 36-iger Zeit, könnte jedoch ihre persönliche Bestzeit (jetzt 37:09) um 18 Sekunden verbessern und das bei der Strecke und dem Wind. Auch von Natalie nochmal vielen Dank an Jonas W., der für Tempoarbeit anscheinend ein gutes Händchen hat.

Die Siegerehrung später auf der Bühne mit Natalie gemeinsam war natürlich das Highlight des Wochenendes.

Am Donnerstag steht aber schon das nächste Highlight an, denn es geht zum Finale des B2RUN Firmenlauf nach Berlin, wo ich (als Gewinner aus Hamburg) mal wieder für meinen Arbeitgeber im Debeka Shirt laufen werde...


Euer Pascal

 

 

Danke an Thomas Sobczak für das Foto!

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Kommentare: 1
  • #1

    Detlef (Montag, 07 September 2015 17:43)

    Herzlichen Glückwunsch Euch beiden noch Mals!

    Großes Kino von Euch!

    LG Detlef