Das B2RUN Firmenlauffinale in Berlin

Um eins vorweg zu sagen: Es war natürlich passend, dass das Finale der Deutschen Firmenlaufmeisterschaft in meinen Urlaub fiel.

So machten wir uns am Donnerstagmorgen nach einem leckerem Porridge mit dem Zug um 7:06 auf nach Berlin. Die Fahrt war mit 1 Stunde 40 min sehr kurzweilig. Wir wollten zumindest unseren Koffer schonmal ins Hotel bringen, um dann Berlin noch zu erkunden.

Wir waren überglücklich, als man uns das Hotelzimmer schon um 9:45 anbot. Das nutzten wir umgehend für einen kurzen Powernap.

Die 40 Minuten taten echt gut. Danach machten wir uns auf in die Stadt (eine Tageskarte in Berlin kostet übrigens 6,90 für die Zonen A&B).

Nach dem Bummeln hatten wir im Cha Cha  Berlin (unser lieblings Thailänder) wieder unsere "Vorwettkampf-Mahlzeit" gelbes Curry Huhn (dieses empfiehlt Chris Michalk in seinem E-Book übrigens als eines seiner 7 wichtigsten Lebensmittel/ diese kostenlose E-Book ist wirklich zu empfehlen) und natürlich Reis.

Wieder im Hotel angekommen haben wir uns erneut eine Stunde hingelegt und ausgeruht. Dieses Mal musste ich mir mein Power-Frühstück schon am Vorabend kochen und habe diese dann wieder pünktlich um 16 Uhr gegessen. Es war eine neue Mischung (diese hier) da ich mir jetzt für zu Hause Guarana, Matcha und Kokosblütenzucker gekauft habe. Der Vorteil dieser Mischung ist, dass somit 2 Portionen mehr Hirseflocken im Müsli enthalten sind.

Selbst Natalie gefällt diese Mischung sehr und macht sich dieses auch morgens als Porridge mit Sojamilch (aufgekocht) und mit Früchten verfeinert.


Um 16:40 haben wir uns dann Richtung Olympiastadion aufgemacht. Es sah von den Wolken richtig nach Regen aus, den wir dann im Stadion Innenraum beim Abholen der Startunterlagen auch abbekommen haben. Die nächste 1/2 Stunde stellten wir uns dann auf der Tribüne unter. Aufgrund des Wetters war leider auch keiner mehr in unserem "VIP" Bereich um uns unsere Taschen abzunehmen. Das war eine nicht so gelungene Organisation. Folglich liefen wir uns um das Stadion mit unseren Sportbeuteln ein. Dass damit die Aufwärmphase ein wenig drunter gelitten hat, ist nachzuvollziehen.

Die Beutel ließen wir schließlich auf der Bühne im Innenraum alleine stehen und begaben uns 18:45 auf in Richtung vordere Plätze. Hier konnte man im abgesperrten Nebenplatz noch 2-3 Steigerungen machen, bevor man sich dann auch in der vorderen Schlange einsortieren musste, um wenigstens aus Reihe 2 starten zu können. Die 5 Minuten dort gedrängt herumzustehen war sicherlich auch nicht so optimal.


Um 19 Uhr ging es dann los. Ich wusste, dass mit Andreas Kuhlen mindestens ein Mittelstreckler in unserer 5er Gruppe war und wollte das Rennen somit schnell machen und übernahm ab 800m sofort die Führungsarbeit. Der erste Kilometer ging dann schon gut ab und war mit 2:59 auch recht flott.  Immer wieder versuchte ich durch kleine Tempoverschärfungen die Gruppe zu verkleinern, was mir auch ganz gut gelang. Kurz nach km drei, waren wir nur noch zu dritt. Andreas hielt sich mit einem kleinen Abstand immer noch hinter mir auf. Mir ging es erstaunlich gut. Die Luft war nach dem Regen auch super sauerstoffhaltig und die Temperaturen optimal. Dieses Laufgefühl hatte ich beim Alsterlauf am Sonntag nicht. Deshalb gehe ich mal davon aus, dass ich mein Training der letzten Wochen noch nicht richtig bis dahin verarbeitet war.

Bei km fünf (in 15:15) liefen Andreas (schon mit einigen Metern Rückstand) und ich also um die Plätze 1& 2, denn der dritte Läufer unser ehemaligen Gruppe fiel nämlich so langsam ab. Es handelte sich um Bastian Franz  (Asics Frontrunner aus Stuttgart). Der letzte km war dann ein sehr schöner, denn es ging langsam wieder Richtung Olympiastadion und da der Stadioninnenraum ja bekanntlich tiefer liegt, nur bergab durch den Tunnel direkt auf die blaue Tartanbahn. Hier lief ich nun als Erster auf die blaue Bahn ein.

Plötzlich und ohne Vorwarnung tauchte Andreas zu meiner rechten Seite auf. Er hatte sich anscheinend immer weiter an mich heran gelaufen und jetzt seine Sprint-Fähigkeiten herausgeholt. Das ist ehrlich gesagt kein schönes Gefühl auf den letzten Metern so abgezogen zu werden. Die Beine und der Körper, der diese Sprint-Fähigkeiten nicht hat, ist schon echt benachteiligt. 

So eine Lastminute-Niederlage ist nie schön, aber zeigt sie uns doch, wie schnell im Sport doch die Grenzen des Einen oder Anderen erreicht sind und es doch immer wieder spannend werden kann/ist.

Ich bin mit meiner Leistung und der geleisteten Tempoarbeit definitiv zufrieden gewesen. Auch Natalie durfte hier natürlich mitlaufen und zeigte mit dem 6. Platz und einem 3:39 Schnitt/km eine sehr gute Leistung nach ihrer Bestzeit (37:09) erst am Sonntag beim Alsterlauf. 


Die Siegerehrung, die sich leider immer wieder durch leichte Regenschauer um eine Stunde verzögerte, ehrte letztendlich nur den besten Firmenläufer, was dann schon ein wenig enttäuschend war. Davon bin ich nun mal nicht ausgegangen, dass nur die 1. und der 1. auf die Bühne durften. Die Stunde hätte ich auch lieber schon mit einem richtigen Abendessen zusammen mit Natalie auf dem warmen und trockenen Hotelzimmer verbringen können... 


So holten wir uns erst auf dem Rückweg gegen 22 Uhr bei einem Asiaten noch ein Curry-Reis-Gericht mit Tofu. Auch der Edeka Markt um die Ecke hatte noch bis 24 Uhr auf und wurde mit Sojajoghurt & Früchten verlassen. Meine Nacht war leider dann nicht so erholsam, da ich noch sehr aufgedreht war verschuldet durch das hohe Tempo und den zuckerhaltigen "Nachtisch-Joghurt". Am Hotelzimmer und Bett lag es definitiv nicht, die waren sehr angenehm und das Bett super-kuschelig (Zitat Natalie). Das Frühstück am nächsten Tag war auch voll ok. Es gab für mich Spiegeleier mit Tomate, Gurken und Käse und später noch ein gekochtes Ei, etwas Lachs und Obstsalat mit Früchten.


Abschließend betrachtet war es ein schöner Lauf und netter Aufenthalt in der Bundeshauptstadt. Ich werde nächstes Jahr in Hamburg wieder versuchen einen Finalplatz zu erlaufen. Sonntag steht jetzt noch ein Tempodauerlauf um den Hamburger Flughafen an.


Euer Pascal