B2Run Hamburg Mein Weg ins Finale

Letztes Jahr hatte ich sehr spät erst vom B2RUN Lauf erfahren und war froh, dass eine so kurzfristige Anmeldung noch möglich war. Außerdem hat es mir mein späterer Sieg ermöglicht, beim Firmenlauffinale in Berlin dabei sein zu dürfen, bei dem ich dann als Gesamt 2. ins Ziel kam, direkt hinter Andreas Kuhlen.

Dieses Jahr wollte ich in Hamburg erneut eine Teilnahme für das Berliner Finale erlaufen, ob ich das geschafft habe, erzähle ich euch gleich...

 

Kurz vorher nochmal einige Informationen zu meinem jetzigen Arbeitsalltag. 

Ich konnte dieses Jahr für den Firmenlauf auch einige Kolleginnen und Kollegen motivieren auch beim B2Run mit zulaufen. Somit starteten von der Debeka Versicherung in Hamburg dieses Mal 17 Läufer. Viele von ihnen waren Außendienstmitarbeiter, aber auch Organisationsleiter und sogar ein Geschäftsstellenleiter waren dabei. 

Ich selber arbeite bei der Debeka als Kreditsachbearbeiter und entscheide darüber, ob sich jemand ein Haus leisten kann (durch Prüfung seines Einkommens) und ob der Preis des Hauses realistisch erscheint (bezogen auf den Kaufpreis/die Neubaukosten). Diese Aufgabe macht mir sehr viel Spaß und es gibt immer wieder interessante Häuser und Gehaltsabrechnungen zu bestaunen.

 

Da wir als Debeka Bausparkasse zur Zeit sehr gute Konditionen haben und die Zinsen so niedrig sind, wollen viele Kunden ihr Geld in Häuser (Sachwerte) investieren. Dieses führt dazu, dass wir auch an Samstagen arbeiten müssen, um die vielen Anträge zu schaffen. Das ist auch ein Grund dafür, weshalb ich nicht über jeden meiner Läufe in der letzten Zeit ausführlich schreiben könnte.

Wenn du in der Woche über 46 Stunden eine sitzende Tätigkeit ausführst, hast du keine Lust noch 2 Stunden an einem Bericht zu schreiben, obwohl ich dieses sehr gerne mache, aber irgendwann geht das Sitzen nicht mehr. Ich werde dennoch weiter versuchen über meine "Highlight Läufe" zu berichten, auch wenn es einige Tage länger dauert. 

 

Natalie und ich machten uns gegen 17 Uhr mit der S-Bahn auf zum Stadion. Der vorsprechende Pendelbus stand auch schon bereit. Wir waren mit einer der Ersten die den Bus betraten und suchten uns einen Fensterplatz auf der Schattenseite. Kaum hatte ich mich hin gesessen, hörte ich ein: "Da ist ja auch schon der Sieger!" Die Stimme stellte sich später als Robin vor und startete für die Signal Iduna.

Ich entgegnete ihm, dass ich dafür noch 6 km laufen müsse und dann könne ich ihm sagen, ob seine Aussage stimmt. Er lese meinem Blog und das hat ihn wieder motiviert intensiver zu Laufen und er sei sich meiner Aussage sehr sicher. 

Ich finde es auf alle Fälle cool zu hören, wenn Läufer meinen Blog lesen und ich dann diese Personen auch noch persönlich treffe. Denn Besucherzahlen von ca. 40 täglich sind das Eine, aber persönliche Gespräche, die aus der Homepage entstehen, das Andere und mir viel wichtiger.

 

Der Bus brachte uns dann bis ans Stadion. Nach einem kurzen gemeinsamen Debeka Gruppenfoto vor dem Stadion entschlossen Natalie und ich uns dazu, unsere Sachen sofort abzugeben und in Wettkampfbekleidung/ Schuhen bis zum Start zu bleiben. Das war aufgrund der Wärme auch kein Problem, jedoch ist das Gefühlt kurz vorher erst in seine leichten Wettkampfschuhe zu schlüpfen angenehmer. Aber das musste einfach mal so sein.

Wir besuchten dann auf dem ON Stand noch den Vorjahressieger Andreas Kuhlen, der von der Schuhmarke ON gesponsert wird und heute als Technischer Repräsentant für selbige tätig war. Er wollte sich meinen Lauf nachher natürlich angucken und er freue sich schon auf unser Duell am 22.9, wenn wir beide wieder eine Einladung zum Firmenlauffinale gewinnen.

 

Kurzer Blick auf die Uhr und es war schon 18:20. Natalie wurde so langsam nervös, da sie sich gerne immer etwas früher einläuft, um dann noch ihre 5 Minuten Ruhe zu haben. Also liefen wir uns im Stadtpark 2 km ein. Da es immer sehr schwer ist später noch ganz nach vorne zu kommen, mussten auch wir rechtzeitig in den vorderen Startbereich und uns dort auf 30 x 3 m² warm zulaufen/ warm zu sprinten. 

Hier war man leider der vollen Sonne  ausgesetzt, was nicht so optimal war. Wir versuchten es mit befreuten der Arme und Beine zu kompensieren. Dann war es dann auch so weit 19 Uhr, der Startschuss ertönte.

Den 1. km hatte ich noch einen sehr ambitionierten Läufer vor mir, bei dem mir aber klar war, so kann man  nicht über 6 km sprinten. Ich hatte ihn dann bei 1,2 km überholen können. 

Weiter hinter mir war dann aber keiner zu sehen, was mich schon mal beruhigte. Ich versuchte das Tempo dennoch hoch zu halten, da man sich bei so einem Lauf nie sicher sein kann. Erst ab dem 3. Km waren die Hügel /Anstiege so langsam überwunden. Diese kosteten echt einige Kräfte, denn ich bin ja erst vor 2 Tagen in Niebüll 10 km gelaufen.

Es war umso schöner den 4 km erreicht zu haben, der  eigentlich nur bergab ging und das auch noch, anders als im Volkspark, asphaltiert war. Die letzten Meter ins Stadion waren wieder einmalig und von einer sehr schönen Zuschaueratmosphäre geprägt. Auch mein Onkel Thomas, danke dir für das Foto mit Magdalena Neuner,  war zufällig dort um seine Kollegen anzufeuern und hatte mit mir als 1. gar nicht gerechnet (Foto: im Hintergrund in rot Viktor Kirsch Ges. 2. und in grün der Gesamt 3.)  Ich konnte meine Zeit aus dem letzten Jahr sogar noch um 2 Sekunden verbessern und mir das Ticket zum Finale am 22.9 sichern. 

 

Unser Debeka Versicherungs Mixed-Team hat es übrigens auf Anhieb auf den 20. Platz geschafft, was ich schon sehr bemerkenswert fand. Meine Kolleginnen und Kollegen fanden das Ereignis auch sehr schön und wollten nächstes Jahr auch wieder dabei sein. Die Siegerehrung im Anschluss mit Magdalena Neuer war sehr gelungen. Wir hatten echt Glück, dass eine Hamburger Firma den Besuch von Magdalena Neuner gewonnen hatte, somit stand sie uns allen für Fotos zur Verfügung.

Als Preis gab es übrigens ein Paar ON Schuhe, die wir und bei Andreas im Anschluss in der passenden Größe gleich mitnehmen durften.  

 

 

Nachtrag zum 10 km Lauf in Niebüll: 

 

Hier habe ich Natalie von 3 Jahren, als ich aus der Umkleidekabine gekommen bin, kennengelernt. Sie kam gerade um zu Duschen und war nur so spät, weil Samy (ein Collie wie "Lassie") im Park noch einige Runden mit ihr drehen wollte. Auch Anne Becker hatte eine gewisse Mitschuld, denn sie war es, die Natalie am Vortag dazu überredete an diesem Lauf überhaupt teilzunehmen. Damals (2013) wurden wir beide übrigens beide 2te. Danke an Anne und Samy, welches dazu geführt hat, dass sich zwei sehr gut zueinander passende Läufer gefunden haben.

Die wiederum durch die gegenseitige Unterstützung in den letzten 3 Jahren in Schleswig-Holstein zu einem der schnellsten und erfolgreichsten Läuferpärchen aufgestiegen sind.

 

Um nochmal wieder zum Lauf zurückzukehren und es kurz zu machen, dieses Mal haben wir beide gewonnen. Die nicht weiter zu erwähnenden, für uns "eher bescheidenen" Zeiten waren den sommerlichen Temperaturen und dem Gegenwind geschuldet. Wir hatten aber auch so wieder viel Spaß und nette Gespräche und das bei bestem Wetter.

 

 

Euer 

 

Pascal