Der Hella Halbmarathon ein Pflichtlauf in Hamburg!

Der Hella Halbmarathon ist nicht ohne Grund einer der größten isolierten Halbmarathons in Deutschland, natürlich nach dem in Berlin.

Dieses Jahr war ich auf diesen Beiden Strecken unterwegs.

Was die Höhenmeter angeht, denkt man ja immer Berlin ist richtig flach, was jedoch nicht stimmt. Laut meiner GPS Uhr ist die Strecke in Hamburg mit 93 HM genau einen Meter flacher als die in Berlin (94 HM) Das zeigt, dass der Berliner Halbmarthon aufgrund der langen Geraden einfach nur flacher wahrgenommen wird. 

 

Natalies Tempomacher

 

Ich hatte Jonas Wegers Wegers kurzfristig dazu bekommen wieder für Natalie Tempo zu machen, was keine Selbstverständlichkeit war, denn er kam gerade aus der Nachtschicht und hatte weniger geschlafen, als Natalie heute zeitlich über HM laufen würden. Danke Jonas dafür geben wir dir nächstes mal ein Essen im Cha Chá aus.

 

Der Bus für die Elite

 

Außerdem hatten wir das Glück unsere Sachen im "Elitebus" abstellen zu können, der dann im Zielbereich mit unseren Sachen wieder auf uns wartete. Danke auch an die Organisatoren und vor allem Simon, der uns alle Wünsche erfüllt hat. 

 

Der Start

 

Der Start erfolgt wie immer auf der Reeperbahn, was aufrund der breiten Straße sehr sinnvoll ist.

Pünktlich um 10 Uhr ging es dann los.  Ich hatte mir eine Zeit von unter 1:10 vorgenommen, wäre aber auch nicht traurig gewesen, hätte ich dieses nicht geschafft. Ich wollte einfach die Stimmung an den Landungsbrücken und unterwegs mitnehmen.  Das Wetter passte für die Besucher des Fischmarkts super. Es war leicht bewölkt um die 18 Grad und somit am Rand der Strecke viele Leute zum Anfeuern präsent. Viele kamen direkt vom Fischmarkt und hatten sich dort mit den obligatorischen Körben voller Obst eingedeckt. Die erst Runde verging so relativ schnell und schon war man wieder am Start und der 5 km Marke (16:28). Dann ging es ein weiteres Mal an den Landungsbrücken entlang und hier war die Stimmung echt top. Ich habe sehr oft meinen Namen gehört, danke an alle die mich angefeuert haben, auch wenn ich nicht alle erkennen konnte. Die Beine waren durch meine Pausentage  Donnerstag und Samstag sehr locker, aber ich wollte versuchen nicht zu schnell anzugehen, da mein letzter Lauf über 17 km aus April stammt und ich in den letzten Wochen maximal auf 60 km gekommen bin.  

Den 10 km Messpunkt erreichte ich dann genau  bei 33 Minuten. Der Tunnel am Hauptbahnhof, der letztes Jahr noch nicht vollständig fertig war, ist immer mein Höhepunkt.

Hier war dieses Jahr sogar ein DJ dabei, deren Musik man schon kurz vor der Hälfte des Tunnels hören konnte. Der Wendepunkt an der Alster bei 14 km ist auch immer mit viele Zuschauern "bestückt". Danke Oleg für die Anfeuerungen, das habe ich wahrgenommen! Ab dort geht es auf der Hamburg Marathon / Alsterlauf Strecke weiter gen Norden. Die Streckenbeschriftung für den Marathon (die blaue Linie) konnte man noch relativ gut erkennen und hilft einem Idealllinie zu laufen. Denn jeder Meter mehr ist eine verlorene Sekunde, was auf einer Halbmarathonstrecke schon mal einige Meter ausmachen kann. 

Bei km 17 konnte ich dann einen Kenianer einsammeln, der aber an mir dran blieb und mich ermunterte die Geschwindigkeit hoch zu halten. Er wollte mir dabei helfen und blieb deshalb bis km 20 an mir dran. Ob er dann nicht mehr konnte oder wollte, bleibt wohl für immer sein Geheimnis. 

 

 

Der Zieleinlauf

 

Das Ziel kann man bei keinem Event -das ich kenne- so lange im Vorwege sehen. Was natürlich Vor- und Nachteile hat. Die Zeitanzeige kurz vorher zeigte mir eine 1:09... Ich versuchte nochmal die letzten Reserven zu mobilisieren, was dann doch recht schwer war. Dennoch blieb die Zeit dann bei 1:09.53 für mich stehen. Damit wurde ich wie, im Vorjahr 3. Deutscher. 

Hiermit war ich sehr zufrieden, denn es war immerhin meine viertbeste Halbmarathon Zeit, für die ich jetzt nicht wirklich trainiert hatte. Ich traf im Zielbereich dann auch Sacha Inhaber des Cereal-Club.de, der extra zum Zuschauen meines Einlaufs (mit seinem Werbeshirt) samt seiner Tochter gekommen war. Nur einige Minuten später kam dann auch die erste Frau Isabell Teegen ins Ziel, dicht gefolgt von Natalie, die 7. Frau und 2. Deutsche wurde und das in ihrer zweitbesten Zeit (1:20:53), die sie jemals gelaufen ist. 

Jonas hatte also wieder einen guten Job gemacht und ist als Tempomacher sehr zu empfehlen, leider jedoch nicht für mich geeignet ;) Im Zielbereich haben wir dann wieder viele bekannte Gesichter getroffen und man hat sich hier mit einige sehr nett ausgetauscht. Obwohl Natalie und ich unsere Sachen im Bus an der Ziellinie hatten, gingen wir dennoch die Auslaufzone komplett durch, da man sonst diese Gespräche und Stimmung einfach verpassen würde. Es war wieder ein super Event, gut organisiert und die mobilen Duschen waren auch zu empfehlen. 

 

 

Siegerehrung nach dem Event

 

Die Siegerehrung fand wieder zügig im Anschluss auf der Bühne statt. Es werden zusätzlich zu den besten 10 Frauen und Männern auch die  drei besten deutschen Frauen und Männer geehrt.  Auch gibt es eine Hamburger Wertung, bei der ich der Meinung bin, das man hier auch jeweils die besten 3 auf die Bühne holen sollte. Denn die Hamburger Frau könnte somit max. dreimal geehrt werden, und die 2. Hamburgerin geht  im schlimmsten Fall total leer aus. Finde ich einfach fairer...

 

 

Was ich aus diesem Event gelernt habe

 

- ein Halbmarathon wird ohne Training hintenraus interessant

- geh einen Halbmarathon nicht zu schnell an

- auch wenn du wenig dafür getan hast und die Zeit gut war, werden deine Waden es dir die nächsten    Tage heimzahlen

- eine schnelle und ausreichende Zink-zufuhr nach so einem belastenden Lauf verhindert mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Erkältung

- der Hella Halbmarathon erfreut sich in Hamburg immer größerer Beliebtheit, was total gerechtfertigt ist

 

 

 

Über das Titelbild

 

Das schöne an Laufveranstaltungen ist, dass man immer viele bekannte Gesichter sieht und sich natürlich kurz vor dem Start auch gerne austauscht (im Hintergrund sind übrigens auch Natalie und Jonas zu sehen) Danke an Detlef R. für das Foto. 

 

Ausblick

 

Jetzt werde ich den Juli erstmal wieder versuchen ein vernünftiges Training ohne Wettkämpfe zu absolvieren. Heute habe ich mir einer Zahnfleischoperation unterziehen müssen, somit mache ich bis zum Wochenende noch lauf-frei und dann geht's wieder los...

 

Euer Pascal