25. Adidas Runners City Night Berlin

Am letzten Wochenende stand nach einem Monat ohne Wettkämpfe die "Berliner Citynacht" für Natalie und mich auf dem Programm. Oder besser gesagt die 25. Adidas Runners City Night Berlin

 

Mein Juli

 

Ich hatte eigentlich vor den Juli über mehr zu trainieren, um in Berlin bei einem guten Starterfeld eine gute Zeit laufen zu können. Leider machten mir es einige Dinge nicht leicht.

Zum Einen hatte ich Anfang Juli 3 Tage eine Magen- Darminfektion, die zwar wieder schnell wegging, aber mich doch fast 5 Tage zurückgeworfen hatte. Zum Anderen ist auf meiner Arbeit immer noch viel zu tun, dass es mir nicht möglich macht Morgens vor der Arbeit, wann das Wetter noch kühl ist, Läufe über 15  km zu absolvieren. Aber das wisst ihr ja bestimmt selber, dass eben nicht alles nach Plan läuft. Deshalb war ich auf mein Ergebnis umso mehr gespannt. 

 

Welcome Berlin

 

Den letzten Freitag im Juli habe ich mir dann aber gegen Mittag frei genommen und bin mit Natalie mit dem EC nach Berlin gefahren. Wir hatten uns wieder im Azimut Hotel Berlin eingebucht, da dieses nur 150m vom Start entfernt liegt und einfach unschlagbar zentral liegt. Außerdem wurden hier auch wieder die Eliteläufer des 10 km Rennen untergebracht. Am Abend fuhren wir zusammen mit Isabell und zwei ihrer Lauffreunde gemeinsam ins Cha Cha Berlin. Wir hatten uns alle überlegt am Vortag ordentlich zu essen und am Wettkampftag  nur noch Kleinigkeiten zu uns zu nehmen und ich natürlich 3 Stunden vorher (17:30) noch mein Power-Frühstück.

 

Der Samstag / Sonntag (kurze Zusammenfassung von Natalie)

 

Der Samstag war geprägt durch kulinarische Höhenflüge und einen netten Bummel durch die Straßen Berlins. Da wir kein Frühstück im Hotel gebucht hatten, machten wir uns nach dem Aufstehen auf und davon, um "The Bowl" anzusteuern. Ich hatte in einer Zeitschrift von diesem "Clean Eating" Restaurant gelesen. Clean Eating bedeutet, dass das Essen unbehandelt (bezüglich der Inhaltsstoffe) und natürlich verarbeitet ist. Darüber hinaus ist alles, was dort auf dem Tisch kommt vegan, glutenfrei, laktosefrei und zuckerfrei. Vier Gründe dort mal vorbeizuschauen (auch wenn wir nicht vegan leben).

 

Die Kreationen waren wirklich ein Augenschmaus, das Auge isst ja bekanntlich mit ;-) Wir hatten uns einen Schoko-Chiapudding mit Cashew Vanille Creme und Früchten bestellt, einen Smoothie und natürlich einen Espresso (für mich). Ich finde es immer wieder toll die unterschiedlichsten Sachen zu probieren, gerade auch, weil es in Flensburg und Umgebung oft solche trendigen Restaurants nicht gibt.

 

Weil das Essen und auch die Atmosphäre so klasse gewesen ist, konnte ich Pascal davon überzeugen am Sonntag gegen Mittag noch einen Abstecher dorthin zu machen (okay, tief in seinem Inneren wollte er es auch) :) Leider liegt das Lokal nicht ganz zentral, weshalb man sich vom Tiergarten aus auf eine kleine Reise von ca. 9 S-Bahn Stationen begeben muss. Jedoch hatten wir noch einige Zeit totzuschlagen, bis unsere Bahn nach Hamburg ging. Es war ein optimaler Rückzugsort, um nochmal das Wochenende Revue passieren zu lassen.

 

  

 

Mein 10  km Lauf

 

Ich war jetzt echt gespannt, was ich wohl auf der auch schon im letzten Jahr gelaufenen Strecke laufen konnte. Kurz vor dem Startschuss gab ich Natalie noch einen Kuss und wünschte ihr viel Spaß, wo eine Reihe weiter hinten dann zu hören war: "ohh so was will ich auch..." und Natalie scherzend hinzufügte: "Ich kenne ihn gar nicht, wir haben uns erst eben kennengelernt...", was noch mehr Gelächter verursachte. Irgendwie müssen Läufer ja ihre Aufregung abbauen ;)

Pünktlich um 20:31 ging es dann los. Den ersten km konnte ich mich noch am Ende der 1. Gruppe halten. Meine Uhr zeigte eine 3:09 an, was aber eine wirkliche 3:03 bei km 1. war.

Von den neuen Kilometerschildern, die dieses Jahr beleucht am rechten Straßenrand stehen sollten, habe ich übrigens keins gesehen. Was ganz nett war, war das Führungsfahrzeug, welches dauerhaft laute Musik abgespielt hat. Für Läufer die öfter mit Musik laufen, eine  super Abwechslung und es nahm einen ein wenig die Gedanken an die Anstrengung.

Bis ca. 4 km konnte ich die Musik noch hören, dann war ich zu weit weg. Der Vorteil der Strecke ist, dass es sehr lange geradeaus geht, was zusätzlich zu der doch flachen Strecke echt von Vorteil ist.

Ab dem 5. Kilometer kam Volker langsam an mich heran. Ihm waren die erste Kilometer zu schnell gewesen und hatte jetzt aber wieder den Anschluss gefunden. 

Nach einen Blick zurück erkannte ich das hinter uns keiner mehr war. Vor uns liefen mit einem Abstand von ca. 50 Metern Vincent H. und Hannes L. An die beiden heran zulaufen war innerhalb der letzten Kilometer nicht möglich.

Somit waren Volker und ich auf uns alleine gestellt. Jeder machte ab und zu mal Tempo, obwohl ich ( 5 km waren 15:39) schon echt zu kämpfen hatte an Volkers Tempospielchen dran zubleiben. Sehnsüchtig erwartete ich den Wendepunkt, von der es dann nur noch 2,5 km geradeaus ins Ziel geht. Auf der anderen Straßenseite kam uns dann der 1. Läufer entgegen (es war Philipp Pflieger) und signalisierte mir, dass der Wendepunkt gleich kommen müsste.

Die Stimmung unterwegs war, obwohl ich dieses Mal nicht so die Augen für die Zuschauer hatte, echt super.  Selbst Natalie einige Zeit später auf der anderen Seite nahm ich nicht mehr wahr. Es war mal wieder ein Rennen, was mir die volle Konzentration abverlangte.

Auch Volker machte weiter Druck. Der, wie ich es aus einigen gemeinsamen Rennen kannte, eher der langgezogene Sprintertyp ist und so versucht seine Gegner abzuschütteln. Ich blieb einfach an ihm dran und sagte mir: "die Zeit geht schon um, einfach aushalten". 500 m vor dem Ziel wollte ich mich aber bis an die Grenze quälen und setzte hier schon zum Schlusssprint an. Den letzten Kilometer schaffte ich so noch in 3:05 und holte damit noch 5 Sekunden Vorsprung zu Volker heraus. Ohne ihn wäre ich aber nicht diese Zeit gelaufen, die exakt 8 Sekunden besser war als 2015. Danke  dir Volker.

Mit meiner 31:35 und den Wochenkilometern im Juli kann ich sehr zufrieden sein. 

 

Später gab es noch das obligatorische gemeinsame Essen mit allen Topathleten. Gegen 00:30 waren wir dann aber auch im Bett, denn ich hatte mich mit Marcel Bräutigam und Volker auf einen Morgenlauf um 8 Uhr verabredet. Marcel wollte an seinem Geburtstag 30 km machen, mir reichten dann 10 km. Später bei Frühstück saßen wir dann noch mit Marcel, seiner Freundin und Volker bis 11 Uhr beim Frühstück.  

 

 

Fazit:

 

Es war wieder eine super Veranstaltung und Berlin ist immer eine Reise wert, zudem dieses Jahr eine noch bessere Stimmung als 2015 herrschte. Die Adidas Organisatoren haben sich mit den Stimmungsnestern, den Konfettikanonen und den Lichtschranken am Ziel super Sachen einfallen lassen. Nächstes Jahr sind wir wieder in Berlin gerne dabei. Nur das Frühstück im Azimut könnte nächstes Jahr frischer und für unseren Geschmack "laktosefreier" sein, aber es muss ja Spielräume für Verbesserungen geben. 

 

Ausblick:

 

Am Samstag laufen Natalie und ich dann wieder in Husum beim Hafentagelauf und Sonntag wird beim Ostseeman in Glücksburg die SH Marathon-Elite angefeuert. Holger, Vilmos, Karen, Anne usw., genauso  Einzelstarter wie Niels, Christian, Tim usw.

 

Ab dem 18.08 habe ich endlich auch Sommerurlaub und werde mich dann mit Natalie auf die DM 10 km in Hamburg vorbereiten. Eine PB wird für mich definitiv nicht drin sein, aber eine Verbesserung zum Vorjahr und eine gute Platzierung würden mir reichen. Anfang September wird dann beim Handewitter Sommerlauf nochmal unsere Form über die 10 km getestet, ehe dann eine Woche später die DM in Hamburg beim Alsterlauf stattfindet. 

 

 

Euer 

 

Pascal

 

 

 

P.s. Danke an alle 786 Besucher im Juli, obwohl ich keine einzige Neuigkeit gepostet oder aktiv auf meine Homepage hingewiesen habe. Das sind immerhin 25 Besucher am Tag und es wurden von euch durchschnittlich 2 Seiten angeguckt. Ich halte euch weiter auf dem Laufenden, auch wenn jetzt erstmal mit den Olympischen Spielen für vier Wochen wichtigere Wettbewerbe anfangen ;)