Kein 13. Sieg in Folge, dafür Motivation für 2017...

Beim 27. Büdelsdorfer Eiderlauf hätte es mein 13. Sieg in Folge werden können.

 

Als ich jedoch am Freitag davon erfahren hatte, dass Steffen beabsichtigt beim Eiderlauf zu starten, wusste ich, dass es das mit dem 13. Sieg in Serie gewesen ist.

Ich war im ersten Moment schon ein wenig traurig, aber kurze Zeit später auch irgendwie erleichtert, da es doch ein gewisser Druck und eine Verpflichtung war, jedes Jahr in Büdelsdorf an den Start zu gehen. Außerdem ist es, gegen Steffen zu verlieren, keine Schande.

Ich hatte meine Trainingspause schon sehr lange hinausgezögert und noch weiter trainieren hätte ich nicht vertragen, auch wenn ich das mit Steffens Start vorher gewusst hätte. Ich brauchte die Pause und so stand ich dann nach einer Woche gar nicht Laufen und 3 Lauftage mit 25 km am Sonntag an der Startlinie vom Eiderlauf und 11,1 km vor mir.

 

Der Lauf:

 

Die ersten Kilometer waren gefühlt sogar ganz ok (3.13 und 3:10). Die Kilometer 3-6 lief ich mit Steffen gemeinsam nebeneinander und es fiel sogar der eine oder andere Satz über Berlin und seine Planung dieses Jahr noch. Als es wieder zurück ging, wo meist noch einige Läufer uns entgegenkamen, lief ich direkt hinter Steffen. Hier bemerkte ich, dass es das erste Mal nach 12 Jahren war, das ich so lange (nämlich bis kurz hinter dem 8 km) gemeinsam mit jemanden gelaufen bin. Es war echt mal schön nicht immer alleine hier zu laufen. Ab dem 8 Kilometer holte er dann stetig immer einige Meter auf. Da zeigt sich doch das wir es hier mit einem Halbprofi zu tun haben, der zwar gerade einen Marathon in 2:15 gelaufen ist, aber wöchentlich fast 3 mal so viele Kilometer läuft wie ich. Von daher bin ich mit dem 20 Sekunden Abstand im Ziel sehr zufrieden gewesen. Natürlich hat Steffen nicht alles gegeben, das war schon klar... Als erste Frau kam Maya Rehberg in Ziel. Natalie hatte es mit der Trainingspause ernst genommen und hatte auf einen Start verzichtet.

 

Mit der Zeit von 36:14 bin ich nur 19 Sekunden schlechter gelaufen, als letztes Jahr, wo ich meine schnellste Zeit der letzten 12 Jahre aufgestellt habe. Danach hatte ich mich dann in eine kurze Pause verabschiedet. Jetzt kam ich gerade aus meiner Pause. Somit bin ich mit der Zeit sehr zufrieden.

 

Erinnerungen:

 

Auch bin ich sehr stolz darüber diesen Lauf 12 mal hintereinander gewonnen zu haben. Es zeigt doch, dass ich mit meinem Körper haushalte, diesen nicht überfordere und das gewisse Glück an meiner Seite war. Büdelsdorf war für mich ein sehr schönes Pflaster und die 12 mal bleiben mir in guter Erinnerung. Auch haben mir hier meine Eltern (und dieses mal sogar Natalie) immer bei meinem Einlauf zugeschaut. Danke an den Veranstalter, der mir diese Serie ermöglicht hat. Leider werde ich jetzt hoffentlich aus nachvollziehbaren Gründen nächstes Jahr erstmal nicht mehr dabei sein. So  kann ich auch mal an Läufen teilnehmen, die immer auf dieses Wochenende gefallen sind.

 

Fazit:

 

Aus Niederlagen nimmt man die größte Motivation für den nächsten Lauf. So war in 2015 beim Finale vom B2RUN, bei dem mir der Sieg im Sprint noch kurz vorher entrissen wurde.

Dieses hat mich jedoch im Winter so sehr motiviert, das ich in Leverkusen eine 30:35 gelaufen bin.

 

Ich hoffe, dass mich diese Niederlage dazu motiviert noch mehr zu trainieren, dass ich nächstes Jahr dort sogar eine Sub 30 laufen kann. Ich werde jedenfalls alles dafür probieren und geben. 

Zudem habe ich schon von einigen Läufern aus SH gehört, das diese dort nächstes Jahr auch wieder starten wollen. Ich kann es nur jedem empfehlen, wenn das Wetter mitspielt, hier seine PB über 10 km anzugreifen.

 

Jetzt beginnt das Training wieder mit 5 Einheiten die Woche, dann mit 6, mit 7 und später dann vielleicht auch mal 8, wobei ein Tag später immer Lauf-frei bleibt.

 

Euer Pascal