Drelsdorf 15 km: Erster Wettkampf 2017

Vorwort:

 

Die 15 km in Drelsdorf sollten der erste Test nach meiner Erkältung werden und damit zeigen, wo ich leistungsmäßig denn jetzt eigentlich stehe. Dass es hier keine Bestzeit werden würde, war mir schon klar. Aber was dabei rauskommen würde interessierte mich selber natürlich brennend.

 

Rituale:

 

Um es vorweg zu nehmen, die Ausdauer verschwindet nach einem Ausfall über 7 Tage nicht.

Da meine Rituale für einen wichtigen Lauf wie mein Power-Frühstück 3 Stunden vorher usw. heute mal zweitrangig sind, erzähle ich von der Autofahrt, auf der Natalie uns nach Drelsdorf gefahren ist. 

 

Die Autofahrt:

 

Im Auto bekam ich schon richtig Lust mal wieder voll laufen zu können. Als dann noch coole Musik aus dem Radio kam, baute sich die positive Stimmung weiter aus. Es kann natürlich auch an dem Matcha gelegen haben, da ich ja eigentlich nie Koffein zu mir nehme. Das letzte Mal war auch schon über einen Monat her, wo ich zur LM Cross Matcha in meinem Frühstück hatte. 

 

Die Ankunft:

 

Dort angekommen war es ein schönes Gefühl seine Startnummer abholen und damit später auch zu laufen. Das war vor 2 Wochen natürlich ganz anders. Einzig die Tatsache, dass ich die Startnummer 1 bekommen habe, war nicht ganz fair. Diese hätte eigentlich Dieter zugestanden, da er letztes Jahr diese Serie gewonnen hatte. 

 

Kleine Plaudereien:

 

Dann ging es nach einigen Plaudereien zum 3 km Einlaufen mit Natalie und im Anschluss machten wir einige Sprints. Ich hatte mich, wie man auf dem Foto erkennen kann, warm angezogen, denn ich hatte mir mal bei einem kalten Lauf geschworen, nie mehr frieren zu wollen, was durch meine warmen Sachen bei diesem Lauf auch nicht der Fall war. 

 

Das Rennen:

 

Dann ertönte gegen 10 Uhr auch schon der Startschuss zum 15 km Lauf. Die ersten Meter sortierten sich die Läufer noch ein wenig ein, ehe nach der zweiten Kurve Dieter so langsam im Alleingang weg lief.

Ich selber hatte ein wenig Respekt davor zu schnell anzugehen und wenn ich ehrlich bin, konnte ich auch nicht mehr wirklich schneller anfangen. Der erste Kilometer war auf der Uhr dann eine 3:21 mit einer leichten Steigung drin. Hier hatte Dieter vielleicht schon 5-6 Sekunden Vorsprung her- ausgelaufen. Die Bergabpassage (km 2), die dann folgte wurde dann etwas schneller (3:11) und der Abstand zu Dieter wurde wieder etwas kleiner. Dann kamen die Kilometer mit den Steigungen und dort holte Dieter bei jedem Kilometer etwas auf.

Bei Kilometer 4, wo sich auch immer viele Zuschauer aufhalten, hatte ich bestimmt schon 10-11 Sekunden Rückstand. Ich hatte vor 2 Wochen den Lauf von Dieter verfolgt und gesehen, dass er die erste Runde in einer flachen 16er Zeit durchgegangen war, dann aber im Ziel eine flache 33 hatte. Ich spekulierte wieder darauf, dass er zu schnell angegangen war. 

Meine Vermutung bestätigte sich in der zweiten Runden beim Bergababschnitt, welches ich dieses Mal in 3:12 passierte. Ich wurde zum Glück nicht langsamer, das konnte ich schon mal festhalten. Bei dem 8. Kilometer passierte ich dann endlich Dieter. Dieser wollte noch versuchen an mir dran zu bleiben, was ihm aber recht schwer fiel. Ich konnte somit langsam immer einige Sekunden gut machen. An der Stelle mit den vielen Zuschauern, kam ich dann zum Erstauen einiger als erster vorbei. Es gelang mir auf der zweiten Runde eine erneute Positionsverschiebung, wie es schon beim 10 km Lauf letztes Jahr der Fall war. Ich mag es gerne, wenn ich der Jäger bin, denn das macht das Rennen nochmal spannender, anstrengender aber auch kurzweiliger, weil man immer rechnet und guckt, ob man wirklich näher kommt. Ein super Lauf war auch der Lauf in Otterndorf, bei dem mir eine fulminante Aufholjagd gelungen war. Den Artikel dazu könnt ihr hier nochmal nachlesen.

Die dritte Runde war dann auch für mich nicht mehr so easy. Ich hätte auch gerne als Vorbereitung auf diesen Lauf schon den 10er mitgemacht, denn gleich mit dem 15er zu beginnen ist schon hart.  Den Bergab-Kilometer lief ich "nur noch" in 3:16. Bei 13 km hätte auch gerne Schluss sein können, aber er fehlten noch 2 Kilometer.

Das ich dort schon ein wenig fertig war, stellte ich daran fest, das zwei Läufer, die ich gerade überholte, "Dieter häng dich hinten rein" riefen. Was mir einen kräftezehrenden Blick nach hinten Wert war und mich beruhigte, als ich kein Dieter sehen konnte. Richtig war deshalb wohl: "Da hängen wir uns hinten rein." Das pushte mich nochmal alles zu geben, zudem bei einem Wettkampf die letzten beiden Kilometer das beste Training sind, da hier der Körper schon echt fertig ist und man ihm dennoch weiter fordert. 

Es war ein schönes Gefühl angefeuert zu werden und nach über 3 Monaten und vielen Läufen, mal wieder einen Laufwettbewerb zu gewinnen. Im Ziel wurde noch ein wenig geplaudert ehe Natalie und ich uns noch 1,5 km ausliefen und 400 Meter ausgingen (Auslaufen 2.0). 

 

 

Fazit:

 

- eine richtige Erkältung haut dich locker mal 2 Wochen im Training zurück

 

- deshalb ist es ab und zu mal klüger eine Einheit wegzulassen (wenn man sich nicht fühlt), um nur 1 Einheit nicht zu machen und nicht 2 Wochen Trainingsausfall zu riskieren Wir sind ja schließlich keine Profis die dieses Risiko eingehen müssen

 

- Die Ausdauer ist auch nach einer Krankheit noch zu 90% vorhanden

 

- ein 15 km Wettkampf nach einer richtigen Erkältung würde ich nicht wieder machen

 

- bei der Geschwindigkeit vor allem die Laktattoleranz bin ich mir nicht so sicher, denke aber die macht während einer Krankheit einen Satz nach unten

 

- auch wenn man alles tut, der Muskelkater in den Waden ließ sich am nächsten Tag bei mir nicht vermeiden und war auch am Dienstag noch spürbar

 

 

 

Ausblick:

 

Ansonsten fange ich ab Mittwoch wieder mit dem Training nach Plan an und laufe am Wochenende auch wieder in Ascheffel meine anspruchsvollen Runden. Ich freue mich auf den letzten Lauf (Halbmarathon) der Laufserie in zwei Wochen, bei dem ich dann versuchen werde nochmal etwas schneller/trainierter laufen zu können. Am 09.2.2017 um 16 Uhr erfolgt dann wieder mal eine VO2MAX Leistungsanalyse im Asics Labor in Hamburg

 

 

Sportler des Jahres

 

Nominiert als Sportler des Jahres im Flensburger Tageblatt. Erstmals zusammen mit Natalie bin ich als LG Flensburg Läufer als Sportler des Jahres nominiert. Mehr dazu hier... 

 

 

 

Euer Pascal

 

 

 

Danke an Lasse Frahm  für das Foto und an meine treuen Unterstützer:

 

www.cereal-club.de

www.eatchacha.com

www.wellnuss.de

www.pharmanord.de

www.soeths-bioland.de

www.soeths-biokiste.de

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