Die kleinen "Leiden" des Pascal D.

Ja, auch ein ambitionierter Hobbyläufer mit 34 Jahren hat während seiner intensiven Trainingszeiten immer mal wieder mit kleinen Wehwehchen zu tun.

Die meisten Probleme kenne ich und weiß genau, was ich dafür tun muss. Manchmal tauchen aber auch mal neue "Probleme" auf und dann ist es gut, wenn man Leute kennt, die einem da helfen können. 

Ein guter Physio kann dir dann schon sehr viel helfen, aber wer kann sich eine tägliche Sitzung und die Hinreise zu selbigen leisten?

 

Also sollte man selber ran und durch ausprobieren/erkennen lernen, was bei welchen Sachen am Besten hilft.

 

 

Meine "Leiden"

 

Meine Plantarsehne habe ich durch die Fußmassage auf dem Noppenball und das tägliche Zehen drücken gegen eine Wand ganz gut in den Griff bekommen.

Mit dieser Behandlung muss ich jedoch täglich weitermachen. Wenn man hier leichtfertig darauf verzichtet, holt es einen schnell wieder ein. 

 

Am rechten Oberschenkel unten habe ich auch schon länger ein Problem. Dieses hält sich durch eigenes tägliches reinkneifen in den Muskel und Dehnen des Fußes jedoch in Grenzen.

Dehnen ist ein wichtiges Thema, an das man erst glaubt, wenn man die Probleme abbekommt, weil man es zu sehr vernachlässigt hat. In jungen Jahren kommt man auch ohne aus, aber seid euch sicher nicht bis über 25 Jahre! 

Ein gut gedehnter Muskel regeneriert zudem besser und ist weniger verletzungsanfällig. Auch wird es durch meine Einnahme von 2-3 Tabletten Bio Magnesium nicht schlimmer.

 

Wadenschmerzen habe ich meist nach einer sehr großen Belastung, oder wenn der Körper die Kilometerumfänge noch nicht kennt. Da hilft mir meist am nächsten Tag auf der Arbeit meine Kompressionsstrümpfe zu tragen und direkt nach der Einheit einige L-Carnitin Tabletten (außerdem in veganen Kapseln und diese enthalten 250mg hochwertiges naturidentisches Carnitin).

 

Am Knie, rechte Innenseite, hatte ich neulich erstmals leichte Schmerzen. Hier half kühlen (mittels Eisspray, kalte Dusche und mein Kühlkissen) sehr gut. Was ich euch unbedingt mal empfehlen möchte, ist eine hochdosierte Einnahme von Wobenzym Plus. Hiermit haben ich und auch Natalie sehr gute Erfahrungen gemacht. Wichtig ist eine hochdosierte Einnahme von 10-12 Tabletten am Tag. Es macht preislich Sinn, gleich die 800 Stück Packung zu kaufen und sich diese mit jemanden zu teilen. Aber macht einfach eure eigene Erfahrungen, wenn ihr mal wieder Entzündungen oder kleine Probleme nach harten Einheiten habt. Wäre es nicht besser geworden, hätte ich natürlich auch pausiert.

 

 

Jeder kennt solche Probleme

 

Jeder Läufer hat mit seinem kleinen Problemen zu kämpfen. Wichtig ist hier immer auf seinen Körper zu hören. Es gibt irgendwann Anzeichen (z.b. Übertraining), die wir Läufer nicht ignorieren sollten. Dann hilft nur noch eine längere Pause. Aber auch hier rate ich auch den Weg zum Physio (Marc Saknus in Flensburg sehr zu empfehlen). Der kennt jeden Muskel/Faszie/Knorpel und kann euch meist eine bessere Diangnose stellen als ein Orthopäde. Der Orthopäde würde nur sagen: "Machen Sie doch mal 2 Wochen Pause"! und das wollen wir als Läufer eigentlich nie hören.

Wovon Natalie viel hält ist Tapen, und das kann er euch dann gleich auch kleben. Hierbei werden belastete Sehnen entlastet und helfen dabei die Verletzung zu heilen, obwohl das Training weitergeht.

 

Genießt das beschwerdefreie Laufen

 

Außerdem genießt jeden Lauf, wenn euch nichts weh tut und ihr einfach nur laufen/trainieren könnt. Auch bei einem Wettkampf, wenn das der Tag der Tage ist, bei dem alles passt und ihr super gut drauf seid, sagt euch immer "Das ist mein Tag" und gebt dann auch alles und holt euch eure neue PB.

 

Ein super Beispiel für solch einen Tag, muss der von Paula Radcliffe bei ihrem "Weltrekordmarathon" in London mit 2:15 gewesen sein. Selbst war sie vorher schon mal eine 2:17 gelaufen, aber nochmal 2 Minuten besser zu sein, da bedarf es schon einer super Form und eben "den Tag". Da kommen selbst Jahre später keine Kenianerinnen auch nur in die Nähe der Zeit. 

 

 

Ausblick

 

Ich habe jetzt drei anstrengende Wochen mit ca. 90 Wochenkilometer hinter mir. Sonntag erfolgt noch ein 20 km TDL durch Glücksburg, ehe es am Montag endlich etwas entspannter wird. Ich fliege nämlich dann mit Natalie bis Freitag nach London, Urlaub machen. 

Wir haben uns zwar vorgenommen auch dort laufen zu wollen, aber wir werden tagsüber neue Schrittrekorde aufstellen, deshalb wissen wir nicht, ob das Training dann noch passt.

Die ruhigere Woche wird mir aber nicht schaden denke ich. Am 19.3 steht dann der erste 10km Lauf in Dresden an. Mal schauen, wie das Training dort anschlägt und wie sich schnelles Laufen ohne Trainingsanzug anfühlt. Ich werde euch davon auf jeden Fall berichten...

 

 

 

Euer Pascal