Von Doppeleinheiten über Morgenläufen und weitere Spielereien

Bei Doppeleinheiten kann man einiges falsch machen. Hier ein Blogartikel über meine Erfahrungen mit Doppeleinheiten/Morgenläufen und meinen Umgang damit.

 

Doppeleinheiten

 

Ein guter Bekannter hatte mir von 2 Jahren mal den Tipp gegeben wöchentlich eine Doppeleinheit mit in mein Training zu integrieren, dafür aber einen Pausentag einzuplanen.

Diese Idee habe ich dann auch so umgesetzt. Immer wenn ich eine Doppeleinheit mache, (habe ich aber in den letzten 2 Monaten nicht gemacht) ist am nächsten Tag Laufpause! Der Körper lernt so schneller zu regenerieren und hat dann den vollen Tag Pause auch verdient.

Zudem hat man dazwischen zwei Nächte, indem der Körper sich erholen kann. Abgesehen davon sind wir, und das muss man wohl öfter mal sagen, keine Profis sondern, wenn schon nur "ambitionierte Hobbyläufer". Da sind 7 Laufeinheiten wöchentlich auch genug, wenn man das Laufen über mehrere Jahre betreiben will.

Das Andere wäre nämlich Raubbau und das geht auf Dauer nicht gut. Da kann ich einige Beispiele nennen, aber die fallen euch bestimmt auch selber sein, wenn ihr mal daran denkt wie lange manche Läuferinnen und Läufer nach richtig guten Resultaten nichts mehr von sich hören lassen haben...

 

Auch machen Doppeleinheiten erst Sinn, wenn man im Training nach einer Pause/Krankheit schon wieder nach 3 Wochen bei 6-7 Einheiten/Woche angekommen ist. Ansonsten ist der Einstieg zu früh und zu hart und wird euch langfristig keine Freunde bereiten.

 

Morgenläufe

 

 

Morgenläufe sind der sanfte Einstieg in die Doppeleinheit. Denn wenn ihr am Abend laufen ward und am nächsten Tag morgens wieder laufen geht sind zwischen diesen beiden Läufen max. 14 Stunden. Eigentlich wohl eher 12-13 Stunden. Für mich sind Morgensläufe auch etwas, um seinen Schweinehund zu besiegen und es sich zu beweisen, ich bin kein Comfortläufer der immer um 17 Uhr Abends zur besten "Sendezeit" seine Einheiten runterlaufen kan.

Natürlich sei hier auch erwähnt, dass es auch Menschen gibt, denen solche Einheiten gar nicht liegen. Wenn diese Läufer mit ihrem 17 Uhr Training erfolgreich sind, können die es auch weiterhin gerne so betreiben, ansonsten aber heißt es auch für diese Gruppe Wecker stellen und einmal wöchentlich vor der Arbeit laufen gehen.

 

Auch hat die frühe Laufeinheit den Vorteil, dass man bis zum nächsten Tag abends wieder mehr Regeneration hat. Meist so ca. 34 Stunden und das hilft in einem Aufbautraining dem Körper auch mal besser zu regenerieren, wenn er sonst immer nur 24 Stunden gewöhnt ist. 

 

Bei der Kombination (Abends Einheit und Morgens Einheit) könnt ihr auch nach der harten Einheit am Abend mal auf Kohlenhydrate verzichten und nur Eiweiß und Fette (Eier, Nüsse, Mandelmus, Gemüse, Beefhack oder Hähnchen) essen und so dann ins Bett. Die Morgenseinheit ist dann relativ nüchtern und sollte auch nicht mehr als 10 km betragen. Erst danach könnt ihr dann wieder alles essen was ihr wollt. Das ist das "Dr. Feil Prinzip" und bringt euch auf längere Sicht eine verbesserte Fettverbrennung und viele Mitochondrien mehr ein ;) Zudem werdet ihr besser als eure Lauffreunde, wenn ihr dieselbe Trainingseinheit absolviert...

 

Ihr seht es gibt, nachdem man sein Training schon sonst relativ ausgereizt hat, immer noch weitere Möglichkeiten mit diesen beiden Möglichkeiten sein Training weiter zu optimieren.

 

Aber: Wenn ihr nur 4-5 mal in der Woche lauft, lasst die Doppeleinheiten weg, die kann man einbauen, wenn man 6-7 Einheiten die Woche macht und dieses dann noch etwas sinnvoller steigern möchte.

 

Letzte Abschlusseinheit

 

Meine letzte Abschlusseinheit vor der DM habe ich abends am Donnerstag (10Tage vorher) absolviert. Es sollten eigentlich wieder min. 15 km TDL werden, was aber aufgrund des "Schneestrecke" und den Bedingungen im Wald nicht möglich war. Somit habe ich mir eine asphaltierte 13 km Strecke ausgesucht. Leider wurde zwischen dem 2. und dem 4 km gar nicht geräumt und somit hatte ich ab dem 2. Kilometer schon nasse Socken und Schuhe. Das ist bei einem TDL auch nicht förderlich. Mein Schnitt von 3:38 war dafür aber zufriedenstellend. Der Lauf ist zum Ende hin definitiv anstrengender geworden, als ein 15 km Lauf bei guten Bedingungen.

   

Ausblick

 

Am Sonntag stehen jetzt die Deutschen Meisterschaften in Halbmarathon in Hannover an. Ich freue mich schon darauf. Samstag Abend gib es bei einem Läuferkollegen in Hannover unser Wettkampfessen ohne Wildlachs, dass lass ich jetzt immer weg.

 

 

Allen viel Erfolg in Hannover und eine kurze Restwoche...

 

 

Euer Pascal