LM 10.000m Bestzeit / die 25 Runden im Unistation in Kiel

Gestern waren in Kiel die Landesmeisterschaften über die 10.000m.

Hier wollte ich endlich mal meine persönliche Bestzeit über die 10.000m verbessern. Da die Zeit von vor über 10 Jahren mit 32:24 nicht so gut war, sollte das eigentlich möglich sein.

 

Der Lauf:
Die Kieler hatten mit Tade Kohn einen Tempomacher, der eine Zeit von 32:10 auf den ersten Kilometern laufen sollte.

Die ersten beiden Kilometer (3:11 und 3:12) hing ich mich dann in diese Gruppe zusammen mit Simon Bäcker und Mansor Farah ran.

Ab dem 3. Kilometer war mir die Geschwindigkeit/ der Schritt hinter den Dreien zu langsam. Somit ging ich dann vor die Gruppe und streute eine 3:03 ein.

Das die Entscheidung nicht ganz so optimal mal, wird deutlich, wenn man die Zeit für den 4. km sieht (3:13). Jedes mal auf der Zielgraden hatte ich Gegenwind, was Körner gekostet hat. Meine Atmung muss ich sagen war top, nur die Beine waren schon etwas schwerer (5. km/3:10). Das war auch der Grund, warum Simon und Mansor ab dem 6. km (3:11) wieder auf mich aufschließen konnten. Der 7. km war mit einer 3:13 wieder einer der schlechtesten. Ab hier ging es dann aber zeitlich ab.

Ich versuchte Simon auf der Zielgraden etwas abzuschütteln, da ich nicht wollte, dass er meinen Windschatten nutzen konnte. Der 8. Kilometer war dann schon eine 3:10. Dann waren es noch 5 Runden und ich war mit Simon alleine an der Spitze. Er konnte mir trotz eines wieder schnelleren 9. Kilometer in (3:08) weiterhin folgen.

 

Die letzten 2 Runden übernahm dann Simon selbst das Tempo und ich blieb einfach hinter ihm. Man konnte es als einen langgezogenen Sprint bezeichnen, was Simon da abspulte. Ich konnte immer noch dran bleiben und überlegte mir erst auf der Zielgraden bei Gegenwind mit einen Zielsprint anzufangen. Dann kamen die letzten 100m und ich kam aus dem Windschatten rechts heraus und versuchte alles in diesem Zielsprint zu legen. Simon hatte mich letztes Jahr bei der LM 10km schon einmal im Sprint schlagen können. Deshalb war es nicht unnormal, dass Simon immer noch dran bleiben konnte. Ich haute echt alles raus, aber ich kam nicht vorbei und musste anerkennen, das Simon heute ein weiteres Mal der Stärkere auf den letzten Metern war. Der letzte Kilometer zeigte mit einer 2:53, dass wir uns nichts geschenkt haben und alles in den letzten Kilometer gelegt haben. Meine Zielzeit war mit 31:40 dann nur eine Sekunde langsamer als Simon.

 

Fazit:
Vielleicht hätte man, um den Titel haben den wollen, taktischer laufen und immer hinter den Kielern laufen müssen. Aber ich hatte mich für eine aktive Rolle entschieden, was ok war. Denn im Sprint ist ein über 12 Jahre jüngerer Laufer eben nicht zu unterschätzen. Mein Ziel eine neue PB auf der Bahn zu laufen hat geklappt. Auch müsste ich mit der Zeit gerade noch in die vorläufigen DLV Bestenliste kommen. Zusätzlich zum Vizetitel bekam ich natürlich auch noch den LM Titel in der M35. Somit war ich mit dem Lauf zufrieden, obwohl ich natürlich den Sprint schon gerne gewonnen hätte. Aber Simon hat da heute ein leicht stärkeres Rennen gemacht!

 

Ausblick:
Am Sonntag steht dann der Niebüll Lauf auf dem Plan. Hier können meine Wettkampfschuhe wieder mal zeigen was Sie können. Auf der weichen Bahn gestern in Kiel habe ich den Vorteil des Vaporfly 4% leider nicht aktiv spüren können. Nur die Erholung in den Beinen geht bei dem Schuh einfach viel schneller...

   

 

Euer Pascal

 

Danke für das Foto an Niels-Peter Binder!