Unerwarteter Doppelsieg der LG Flensburg beim Lauf Rund um Ratekau

Platz auf dem Treppchen?

Eigentlich wäre ich mit einem Platz auf dem Treppchen schon zufrieden gewesen, denn es waren mit dem Vorjahressieger (29:47 Streckenrekord), einem weiteren Äthiopier und einem Iraker einige schnelle Gäste in der Zeitung vorab angekündigt gewesen. 

Somit hatte ich mich auf einen sehr schnellen Lauf gegen schnelle Gegner eingestellt. Warum es dann, meiner Meinung nach, anders kam dazu gleich mehr.

 

Die Anreise

Wir hatten eine bequeme Anreise über die A1, da die Baustelle wegen dem Hitzeschaden der Betonplatten nur auf der Strecke Richtung Süden war und nicht Richtung Norden. Somit kamen wir gegen 8:50 pünktlich zum 5 km Start in Ratekau an. Hier wurden wir wieder freundlich vom Veranstalter Jens Ehlers und Team begrüßt. Wir unterhielten uns mit einigen Läufern und sahen und noch den Zieleinlauf der ersten 5 km Läufer an.

 

Das Einlaufen

Hier machte mich Natalie erstmals darauf aufmerksam, dass sie noch keinen der angekündigten Läufer gesehen hatte. Ich sagte ihr, dass die sich bestimmt schon warm machen.

Die eingelaufenen drei Kilometer fühlten sich noch gar nicht frisch an. Zudem der Schnitt jetzt auch nicht besonders schnell war.

Die Sprints in den Wettkampfschuhen waren dann schon wieder etwas besser. Wir hatten auch noch gut 10 Minuten bis zum Start. Wir trabten langsam ins Stadion und hier fiel mir jetzt auch so langsam auf, dass keiner der angekündigten Läufer Sprints machte oder überhaupt zu sehen war. 

 

Der Lauf

5 Sekunden vor dem Start war es mir dann auch klar. Hier kannst du heute vorne mitlaufen. Ein Läufer auf Frankfurt sah schnell aus und setzte sich nach dem Start auch gleich an die zweite Position. Ich konnte den Abstand auf dem 1. Kilometer (3:01) dann aber schon etwas ausbauen. Die weiteren Kilometer wollte ich dann einfach in 3:12 rollen lassen. Die Strecke kannten wir alle nicht, da sich diese kurzfristig ausgedacht werden musste, da der Landesbetrieb Straßenbau eine Teilweise Sperrung der alten Strecke (wegen einer Baustelle) nicht erlaubt hatte.

Das kann auch der Grund sein, warum die schnellen Afrikaner doch nicht gekommen sind, da der Lauf somit nicht DLV vermessen sondern nur "GPS" vermessen war. Ich hatte mit 9,98 km aber fast exakt 10km auf der Uhr. Dennoch war der Veranstalter schon etwas enttäuscht. Eine Absage der angekündigten Läufer, mit einem kleinen Anruf, wäre das Mindeste gewesen. 

 

Ich konnte meine eigenen Vorgaben mit Schnitten 2.km = 3:13, 3.km= 3:12, 4. km = 3.15, 5. km = 3:13 gut einhalten. Die Strecke führte dieses mal wirklich "Rund um Ratkau".  Ich fand die Strecke persönlich besser als die Jahre davor und würde mich freuen nächstes Jahr auf dieser Strecke erneut laufen zu dürfen. 

Der 6. Kilometer = 3:13 ,7. =3:14  und 8. km = 3:11 waren auch weiterhin voll im Plan. Das zeigte, dass ich dieses Tempo gut halten konnte. Der 9. km war dann schon wieder ins Dorf hinein, wo wir auf die Nordic Walker aufliefen. Leider im wahrsten Sinne des Wortes, da einer direkt vor mir lief und im letzten Moment, wo ich links vorbei wollte auch nach links Platz machen wollte. Ich entschuldigte mich dann 10 Minuten später nochmals für mein "heeee", als jener Nordic-Walker ins Stadion einlief. Er nahm es aber sportlich und meinte: "Alles gut".

Mit einer  31:56 min habe ich eine konstante Leistung abrufen können, nachdem ich am Freitag noch 5,5 km beim Deinster Spargellauf "sprinten" durfte, der leider wegen schlechtem Wetter (Gewitter und Platzregen) nicht richtig zu Ende geführte werden konnte.

Auf den nächsten Plätzen folgten Jonas Götte und Dennis Mehlfeld mit 32:43 und 33:10.  Als erste Frau und mit einer sehr guten 36. Zeit (Vier Minuten vor der 2. Frau) kam dann Natalie  ins Ziel. Somit war ein erneuter Doppelsieg für uns (nach 2015) perfekt. 

 

Siegerehrung und Preise

Zusätzlich zu den Prämien, Blumen und einem super stylischen Adler Pokal gab es dieses Jahr noch einen Gutschein für ein Fitnessstudio, welches ich an Nils  (ehemaliger Owschlager) verschenkte, der jetzt in Lübeck wohnt. Natalie gab ihren Gutschein der Zweitplatzierten.

Außerdem gab es dieses Jahr zusätzlich noch einen Hauptpreis (der Firma ScenaR Deutschland), der unter den beiden Siegern vergeben werden sollte. Wir mussten als Aufgabe mit verbundenen Augen die Zahl 30 auf einer Wand nachmalen. Das war gar nicht so leicht.

Natalie malte eine schöne kleine 30 auf, ich kam der 30 aber näher und gewann den Physiokey somit (wäre aber so oder so in der Familie geblieben).

Natalie wurde das Gerät kurz vorher praktisch vorgestellt und meinte, dass man die Behandlung (das Gerät arbeitet u.a. mit Wechselstrom) merkte und sich eine Besserung ihrer verklebten Sehne einstellte. Wir werden das Gerät mal ausgiebig testen und später vielleicht einen Bericht dazu schreiben. 

 

Fazit:

Es ist wieder eine super organisierte und schöner Lauf gewesen. Danke an alle Helfer, Organisatoren und Läufer. Der Konfetti-Einlauf war echt etwas besonderes, danke dafür. 

Meine Form ist ganz ok, wenn das Wetter nicht an der 30 Grad Marke kratz. Ich bin 9 Sekunden schneller gelaufen als letztes Jahr zur selben Zeit (aber auf anderer Strecke). Die Pace konnte ich gut halten. In zwei Wochen nehme ich noch an einem Wettkampf teil, zudem ich heute leider noch nichts sagen kann. Werde aber rechtzeitig davor oder spätestens danach davon berichten. 

 

Danke Cereal Club

Danke an Sacha und den Cereal-Club für dein bald 3 jähriges Sponsoring mit Bio-Müsli. Der Cereal-Club wird im August übrigens schon 10 Jahre alt und feiert am 24.8 bei einem Tag der offenen Tür dieses Ereignis. Wer also mal hinter die Kulissen der ausschließlich in Handarbeit mischenden Fabrik gucken möchte, kann sich noch bis zum 15.6 dafür anmelden. Email solltet ihr bekommen haben. Sonst einfach melden. 

 

Ausblick:

Am nächsten Sonntag starte ich dann für meinen Sponsor Gunnar Söth´s Bioland beim Flensburg Marathon in der Staffel. Ich hoffe wir können unseren Vorjahreserfolg wiederholen. Ich würde mich für die Familie Söth sehr freuen. Gunnar denke bitte an 2-3 Kilo Bio-Erdbeeren, die mir als "Bezahlung" versprochen wurden...;)

 

 

Euer Pascal

 

P.S. Dann haben heute nicht nur die Flensburger Handballer mit dem deutschen Meistertitel sportlich gepunktet sondern auch die LG Flensburg gezeigt das im hohe Norden "Sport auf höchstem Niveau" betrieben wird.