Alsterlauf 2004 und 2018 eine kurze Analyse!

Anno 2004

Im Jahr 2004 bin ich zum ersten Mal in Hamburg beim Alsterlauf mitgelaufen, das war damals gefühlt noch eine Weltreise nach Hamburg. Heute fahre ich das fast jedes Wochenende von Glücksburg. So schnell kann man sich anpassen. Damals bin ich hier meine erste Sub 32 (31:52) gelaufen (siehe auch hier).  Wenn mir jemand gesagt hätte, in 14 Jahren läufst du hier immer noch und sogar nochmal schneller, dann hätte ich gesagt: "Glaub ich dir nicht, aber wenn es wirklich so wäre, hätte ich wohl viel richtig gemacht!" 

 

Heute: 2018

So ist es nun aber wirklich gekommen, obwohl es nach meiner Achillesfersen-Problematik vor 2 Wochen echt noch anders aussah. Siehe dazu meinen letzten Blogartikel. Ich muss natürlich noch abwarten wie es morgen aussieht, aber bis jetzt merke ich noch nichts. 

 

Es kann von einigen Läufern manchmal vielleicht nicht verstanden werden, aber wichtiger als Training ohne Ende und immer alles zu 100% auf Leistung auslegen, ist es Natalie und mir konstante Leistungen über Jahre zu erbringen. Da haben wir gemeinsam mehr davon als irgendwann mal eine 33 oder 29 gelaufen zu sein und dann nie wieder irgendwo in Listen oder Läufen aufzutauchen.

Viele Läufer übertreiben es in der Saison bei einem Lauf doch manchmal. Sind dann den Rest der Saison nicht mehr zu sehen...

Wir haben zum Laufen eine andere Einstellung und mit der "laufen" wir ganz gut. Man (ich) kann schon stolz darauf zu sein, innerhalb von 14 Jahren heute beim Alsterlauf meine damalige Bestzeit (mit 21 Jahren) um 10 Sekunden auf 31:42 unterboten zu haben (ich bin hier auch bei der DM 2016 mal eine 31:03 gelaufen, aber das war eben ein Highlight und der Saisonhöhepunkt). Es wird jedes Jahr natürlich nicht leichter.

 

Der Lauf

Los ging es wieder um 10 Uhr. Diesmal aber sehr gemächlich, das war ich aus den letzten Jahren nicht gewohnt. Ich lief bis zum 1. km fast hinter der ersten Gruppe (die mit einer 3:00 extrem entspannt anging). Ich selber lief eine 3:08', da meine Uhr als Einzige viel zu wenig Strecke am Ende auf der Uhr hatte, vielleicht war es doch etwas schneller gewesen. Ich konnte mich dann bei den ersten Frauen bis kurz vor dem 3. Kilometer reinhängen.

Die waren auch nur am quatschen und machten heute auch nicht den Anschein unter Sub 32 zu laufen. Ab dem 3. Kilometer lief ich dann alleine. Von der Atmung her lief es wirklich super. Die Waden zeigten mir bei 5 km (15:50) aber schon erste Überlastungserscheinungen an. Die waren aber nicht so schlimm, dass man damit nicht weiterlaufen könnte. Bei Kilometer 7 habe ich dann Meresie Hailezgi eingeholt. Dieser konnte aber weiterhin an mir dran bleiben.Wir liefen somit ab dann zusammen, nur das ich vorne lief, was ok war.

Am Anstieg zum Hauptbahnhof versuchte ich dann nochmal anzuziehen, aber meine Reserven waren hier noch nicht wirklich abrufbar. Somit blieb Meresie an mir dran. Bergab kurz hinter der Kurve zog er dann urplötzlich an und war 10 Meter vor mir.

Damit wollte ich es eigentlich belassen, erinnerte mich aber an meinen ersten Alsterlauf 2004, wo ich hier auch im Spurt nochmal jemanden im Sprint besiegte. Auf den letzten 120 Metern und unter einer Geräuschkulisse, von beiden Seiten, die es echt in sich hatte, zog ich mit einem langen Sprint noch an ihm vorbei und kam damit eine Sekunde vor ihm ins Ziel. 

 

Fazit 

Der Lauf lief besser als gedacht, da ich meine Ferse kaum spürte. Meine Waden sind auch wieder voll ok. Ja, um ein erstes Geheimnis öffentlich zu machen, nach dem Auslaufen habe ich mir 100g Büsumer Krabben gegönnt. Die sind echt super, da keine Kohlenhydrate, fast kein Fett (1g) aber 20 g Eiweiß pro Packung. Alles was der Körper braucht. Zur Zeit bei Aldi und Lidl auch für 2,99 im Angebot.

 

Auch Natalie lieferte sich ein spannendes Rennen mit Victoria Brandt, obwohl Natalie vorher nicht wusste, was in ihr steckte. Natalie kam 5 Sekunden nach Victoria völlig überrascht in 35.48 ins Ziel. 

 

Ausblick

Am Samstag werde ich dann in Krusau mal schauen, wie es auf einer anspruchsvolleren Strecke mit meiner Ferse aussieht. Ich werde euch bereichten...

 

Euer Pascal

 

Danke an Lars und Andreas für die Bilder!