Trentino Halbmarathon in Riva del Garda mit Sportscheck

Riva del Garda 2017 selber laufend durch Trentino.

 

So nun ist das lange Wochenende auch schon wieder fast vorbei. Ich sitze gerade im ICE zurück nach Hamburg und werde mal ein paar Zeilen über dieses Wochenende verfassen. Da es bestimmt den Einen oder Anderen in Zukunft geben wird, der vielleicht auch mal die Reise nach Trentino aus dem Norden antreten wird, schreibe ich auch kurz einige Dinge von Freitag, Samstag und Montag auf. Dann wisst ihr was auf euch zukommen wird...

 

Freitag

Die Anreise sollte eigentlich um 5:55 in Hamburg am HBF beginnen. Leider hatte der Zug wegen einer späteren Bereitstellung in Hamburg schon 30 Minuten Verspätung bei der Abfahrt. Dann aber ging es direkt nach München, wo wir um 12 Uhr leicht verspätet angekommen sind. Die Sitzplatzreservierung hatte sich in dem Zug echt ausgezahlt, denn dieser Zug war unterwegs echt immer randvoll gewesen.

Der Weg zum Sportscheckstammsitz in der Münchener Innenstadt dauerte zu Fuß dann ca. 12 Min. Hier wurde Natalie als Siegerin des Sportscheck Wochenende ein Beutel mit Dingen von einem Hauptsponsor der Läufe überreicht und Alice (unsere Betreuerin für Trentino) gab letzte Infos bezüglich der Busreise.

Der Bus stand schon hinter der Sportscheckfiliale bereit. Abfahrt war dann gegen 13 Uhr.

Wir machten eine 30 min. Pause kurz hinter der österreichischen Grenze (denn in Italien ist der Kaffee billiger und vor allem besser und der Gang zur Toilette kostenlos). Kurz vor 18 Uhr kamen wir dann in Riva del Garda an. Als erstes zogen wir uns schnell unsere Laufsachen an, denn wir waren im letzten Jahr viel später dort und hätten nicht damit gerechnet noch die Zeit für einen 6 km Lauf zu haben.


Essen gab es dann um 19:30. Hier gab es 4 Gänge und jeder konnte trotz Unverträglichkeiten und jeglicher Ernährungsweisen seine auf ihn abgestimmten Gerichte genießen. Die Kellnerinnen aus dem Hotel haben sich sehr gut um uns gekümmert. Dann ging es dann gegen 21:30 zurück auf Zimmer und wenig später ins Bett.


Samstag

Der Samstag begann kurz nach 8 Uhr mit dem Frühstück und einem herrlichen Blick auf den Gardasee und die Berge ringsherum.
Um 10 Uhr stand schon der gemeinsame Lauf mit Nils Schuhmann an, der uns in diesem Jahr mit seiner Frau begleitete. Nach dem ca. 5km Lauf folgten noch Lauf ABC und 3 Steigerungen vor dem Hotel. Danach gab Nils Ehefrau uns einen Schnupperkurs in Sachen Power Yoga. Ich kannte es ja schon, aber für viele war es die erste Berührung mit Yoga und ich denke einige denken danach ganz anders darüber. Zudem es für Läufer eine sinnvolle Ergänzung ist, auch wenn man wie ich z.B. jeden Tag nur 2 spezielle Übungen davon ausübt.

Ab Mittag hatten wir dann genug Zeit für uns, denn die Startnummernausgabe für uns sollte erst wieder um 17:30 stattfinden. Wir beschlossen nach dem Essen erst einmal eine Mittagspause zu machen, aus der dann 90 Minuten wurden. Irgendwie macht die Bergluft müde und stimmt mich nicht positiv morgen Vollgas geben zu können.


Zur Startnummerausgabe gingen wir alle gemeinsam um 17 Uhr vom Hotel los und kamen später mit Startnummern und vollen Werbetüten gegen 18:15 zurück. Um 19 Uhr war wieder das gemeinsame Abendessen. Später (20:30) folgte von Nils noch ein Vortag über sein Buch und Geschichten über sein "Schicksal" als Leistungssportler mit anschließender Diskussion.
 

Sonntag

 

Die Vorbereitung

 

Der Sonntag begann mit der Zubereitung meines Power-Frühstück um 6:55. Dafür hatte ich extra meine Induktionskochplatte dabei, mit der ich uns auch am Samstag Abend noch einen leckeren Milchreis (wegen der vielen Kohlenhydrate und weil es schmeckt) gemacht hatte.
Nach einer weiteren kurzen Schlafphase im Bett, sind wir nochmal eine Runde im Ort spazieren gegangen. Hierbei haben wir tolle Bilder mit der morgendlichen Sonne machen können. Der Tag sollte von den Bedingungen her wirklich gut werden. Einzig meine Müdigkeit stimmt mich nicht so optimistisch heute Sub 1:10 laufen zu können. Natalie beruhigte mich jedoch und meinte, dass es ihr letztes Jahr genauso ergangen war. 
Was natürlich suboptimal und als Leistungssportler gar nicht geliebt wird, ist es sich vorher schon in seiner Wettkampfkleidung einlaufen zu müssen. Zwar durften wir Alice noch eine dünne Jacke kurz vor dem Start gaben, aber es ist eben doch anders als sonst. Dieses Jahr spielte zum Glück das Wetter mit und die Sonne schien allen Läufern an der Startlinie ins Gesicht, so dass keiner frieren musste.
 
Der Lauf
Pünktlich um 10 Uhr startete der Halbmarathon und es machten sich die Läufer auf den Weg runter Richtung Gardasee. Ich kam ganz gut vom Start weg und zählte gleich die vor mir laufenden Läufer. Diese Gruppe aus 7 Läufern war mir definitiv zu schnell. Sich auf die Gruppe hinter mir zurückfallen zu lassen wollte ich dann aber auch nicht. So begann der einsame Kampf gegen die Uhr und die Verteidigung des 8. Platzes.

Den ersten Kilometer lief ich dann bergab in 3:04, was noch moderat war zur ersten Gruppe. Den 2. km auch noch in 3:08, ehe der 3. km dann mit 3:14 endlich normaler wurde.
Meine Bedenken ich sei müde oder könne nicht schnell laufen wurden schnell begraben. Es lief ganz gut, auch wenn ich mich immer selber motivieren musste um nicht ausversehen langsamer zu werden.

Kurz vor dem 4. Kilometer lag ein Kenianer verletzt auf dem Boden und hielt sich die Wade. Damit war ich nun siebter. Von hinten war meine Verfolgergruppe zwar zu sehen, aber näher an mich heran kamen sie nicht. Das beruhigte mich vorerst. Kilometer 6/7/8/9 waren sehr konstant,
(3:17, 3:17, 3:14 und 3:18) obwohl es dauerhaft leicht bergauf ging.

In Arco (der Startpunkt der 10km Läufer) war die Stimmung richtig gut, obwohl auf der gesamten Strecke wilde italienischen Anfeuerungen zu hören waren. Nur hier war ihr Nest. Durch die schmalen Gassen der Innenstadt zu laufen, darauf hatte ich mich schon die ganze Zeit gefreut. Ein sehr interessantes Stück Strecke kommt dahinter. Es geht nur geradeaus am Fluss entlang. Hier kann man echt abschalten und sich nur auf seine Atmung und Schritte konzentrieren. Hier kann man schon mal in den Flow laufen. Deshalb muss man auch immer wieder auf seine Geschwindigkeit achten, um nicht zu langsam zu werden. Meine Schnitte bei Kilometer 13-18 sprechen ihre Sprache (3:18, 3:21, 3:25, 3:18, 3:20 und 3:20).
Kurz vor dem 20. wollte ich dann nochmal versuchen alles rauszuholen, was mir mit Schnitten beim 20. km=3:15 und 21.km =3:20 auch einigermaßen gelang.

 

Das Ziel
Erschöpft, aber auch nach der Zielüberquerung noch auf den Beinen, kam ich dann mit einer Zeit von 1:09,46 im Ziel an. Aus Deutschland war nur Frank Schauer (1:07;47) und Haftom Weldaj (1:07;04) besser. Letzter hat seine PB und Zeit aus dem letzten Jahr mal um fast 2 Minuten verbessert.

 

Natalie kam auch nur ca. 11 Minuten später als 2. Frau ins Ziel, womit sie nie gerechnet hätte. Somit hatten wir dieses Jahr beide zwei gute Leistungen hier erlaufen können. Denn letztes Jahr habe ich Natalie noch Tempo gemacht. Weitere Deutsche auf den Plätzen drei und vier waren Karoline Robe (1:21:31) und Gwendolyn Mewes (1:21;41).

 

Fazit
Die Strecke ist zwar nicht einfach, aber die äußeren Bedingungen (klare Luft, meist kein Wind und angenehme Temperaturen) sorgen doch für schnelle Zeiten.
Ich werde jetzt erst einmal 2-3 Tage pausieren, da meine Waden schon herrlichen Muskelkater verspüren und deshalb muss ich diese dann auch mal schonen.

Der Lauf war ja eigentlich nur eine Zwischenstation und kein Saisonhöhepunkt. Somit beginnt ab der nächsten Woche wieder das Training für die Saison 2018. Der nächste Lauf wird aber erst der Oeverseelauf an Silvester am 31.12 sein. Bis dahin heißt es konstant zu trainieren.

 

Montag

Der Montag begann dann auch früh (6:40) mit dem Aufstehen, denn wir wollten schon wieder mit dem Bus um 08:30 los.
Zudem hatten einige noch vor in der Bank vor Ort ihre Preisgelder (die in Form von Schecks ausgegeben wurden) zu tauschen. Leider nimmt die Bank die nur an, wenn man seine Steuerunterlagen dabei hat. Tipp fürs nächste Mal: Bei der Preisgelderabholung auf der Veranstaltung sagen man habe keinen Personalausweis dabei, dann wird das Geld auf das deutsche Girokonto überwiesen.


Nach einer pünktlichen Abfahrt um 8:30 und einer 30-minütigen Pause auf dem Brenner in Österreich kamen doch trotz Schnee und Minusgraden optimal um 14 Uhr am Hauptbahnhof an. Natalie und ich haben dann noch lecker beim Thailänder gegessen und eine kurze Runde in der Innenstadt von München gedreht ehe wir mit der S-Bahn wieder Richtung Hauptbahnhof gefahren sind. Der Zug sollte dann um 16:18 abfahren, was er auch tat.
Der Umstieg in Würzburg verlief auch reibungslos und Spitzplatzreservierungen waren hier nicht nötig.

Über mein Training halte ich Euch natürlich auf dem Laufenden...

 

Euer Pascal

 

 

Danke an Luise Krieghoff für das super Bild!

 

 

 

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